Australien
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diere 1793 brennende Krater gesehen. Einer der gewaltigsten Feuerherde derErde befindet sich auf der Insel Owaihi, wo der Pik Muna-Roa nach Kotze-bue 14,994 Fuß hoch ist; sowie der Worara u. a. m. So weit man bis jetztdas Innere des Continents kennt, ist es ein Hochland, das sich besonders da,wo es die Grafschaft Cumberland vom Hochplateau trennt, den Namen derblauen Berge führt und sich an 7000 Fuß über das Meer erhebt. DerKern der Gebirge ist Porphyr, Granit, Sandstein, Kalk und Gneis, doch hatman auch Steinkohlenlager, Kupfer- und Eisenerz, Basalt, Chalcedon, Achat,Irden, orientalischen Nierenstein und sogar Silbererz gefunden. Die Küste istdürr und sandig. Oxley und mit ihm Andere haben die Meinung aufgestellt,daß im Innern ein großer See sei, nach welchem das Land von allen Seitensich neige, und daß die von den Bergen fallenden Gewässer sich in dieses Beckenergießen. Doch wird diese Ansicht seit der Entdeckung des Flusses Murrumbud-schi bestritten, welcher, mit dem Lachlan sich vereinigend, den Murray bildet,und an der Südküste seine breite Mündung hat. Die Küste ist noch zu wenigerforscht, aber neuere Beobachtungen führen auf die Vermuthung, daß man beigenauerer Untersuchung noch mehre Strommündungen entdecken werde. Die übri-gen der sich ins Meer ergießenden Flüsse sind: der Brisbane, der im W. derblauen Berge entspringt, dieselben durchbricht und sich in die Glasshousebai mün-det; der Haftings an der Ostküste, dessen Mündung den Macguarie-Port bil-det; der Hawkesbury, der aus dem Zusammenflusse des Groose und Nepeanentsteht und den Cox aufnimmt; der Georg, der sich in die Votanybay ergießt;der Schwanenfluß auf der Westküste des Edellandes; der Macquarie, der ausder Vereinigung des Fisch- und Campbellflusses entsteht; und ein unbekannterStrom im N. auf der Küste des Arnheimlandes, welcher sich in die Vandie-mensbai mündet; hierzu kann man noch den Hunter, Endeavour, Tweed, Cast-lereaah, Parry, Field, Peel, Eockburn, Apsley u. v. a. weniger bekannte Küsten-flüsse rechnen. Australien liegt theils in der heißen, theils in der südlichen gemä-ßigten Zone. Fast die ganze Masse seiner vielen Inseln hat Tropenklima. Ob-gleich es mit Südafrika unter gleichen Parallelkreisen liegt, so findet wegen man-cherlei Ursachen keine so verzehrende Hitze statt, als unter gleichen Breitegraden inGuinea und Angola, ^oder selbst auf Haiti. Die Ursache davon liegt wol in derRegelmäßigkeit der Passatwinde, die diese Inseln das ganze Jahr hindurch beherr-schen. Das Klima der Ostküste (Gegend um Port-Jackson) ist vielleicht eins dergesündesten auf dem Erdball. Die Colonisten, die von Europa übergeführt sind,unterliegen nur äußerst selten schweren Krankheiten, selbst gallichte Fieber — diegewöhnliche Folge bei der Versetzung aus einer Erdgegend in die andere — kenntman nicht. Freudenmädchen, längst für Empfängnis abgestorben, werden hierfruchtbar, und häusig sind Zwillingsgeburten. Besonders auffallend ist es, daßdie Haare der Kinder, selbst bei den Eingeborenen, meistens eine blonde Farbe ha-ben. Nur bläst zuweilen aus NW. ein zerstörender Stickwind — der SamumIrans — und erstreckt sich mit gleich furchtbarer Verwüstung über die vegetabi-lische und animalische Schöpfung. Die Vögel fallen todt aus der Luft, die Fischeschwimmen leblos auf der Oberflache, und häusig gerathen ganze Waldungen durchdie trockene Hitze in Brand. Doch bei der großen Ausdehnung der Inselrei-hen kann ein mehr oder minder hervortretender Gegensatz nicht auffallend sein.Neuseeland, dem Südpole näher als das Festland, hat ein viel milderes und ange-nehmeres Klima und kann das gesündeste Land des Erdkreises genannt werden;überhaupt verhält es sich zu dem Continent, wie England und Irland zu Europa.Äuf der nördlichen Hälfte kennt man noch unter dem 41° S. B. und selbst in derNähe der Schneeberge keinen Reif, wie denn aber auch die Hitze nie übermäßiggroß ist. — Neuholland bietet in seiner Thier- und Pflanzenwelt eine ganz ei-