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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
131
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August!

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gab seinem Volke im Der. 1831 die Bürgschaft einer festern Begründung der öf-fentlichen Freiheit. Nach der bereits größtenteils vollzogenen Anordnung der Ver-fassung und Verwaltung der stadtischen Gemeinden, war eine zeitgemäße Einrich-tung der Landgemeinden das dringendste Bedürfnis wenn die Absicht der Regie-rung, die Neugestaltung des Staates und die Einführung einer landständischenVerfassung auf die naturgemäße Grundlage einer guten Gemeindeordnung zustützen, mit glücklichem Erfolge erreicht werden sollte. Der Großherzog gab einigenStaatsbeamten den Auftrag, den Entwurfeiner Ordnung für die Landgemeinden desHerzogthums Oldenburg und der Herrschaft Jever zu bearbeiten, welcher den aus al-len Kirchspielen des Landes berufenen sachkundigen Mannern zur Begutachtung mit-geteilt wurde. In der Verordnung des Großherzogs wird es ausdrücklich ausge-sprochen, daß die neue, auf die bereits bestehenden Kirchspielgenossenschaften gegrün-dete Gemeindeordnung dem Grundgesetze über die landständische Verfassung voran-gehen solle, und daß diese ineiner, die Theilnahme an den gemeinsamen Angele-genheiten der Staatsbürger belebenden und fördernden Einrichtung der Gemeindeneine wesentliche Grundlage" finden werde.

August! (Johann Christian Wilhelm), der Theologie Doctor und ordent-licher Professor zu Bonn undOberconsistorialrath zu Koblenz, wurde geboren 1772zu Eschenberga, einem Dorfe im Gothaischen, wo sein Vater spater Superinten-dent zu Ichtershausen und nach einer fünfzigjährigen Amtsführung zu Jena gestor-ben damals Pfarrer war. Sein Großvater war ein zum Christenthum bekehr-ter jüdischer Rabbi, dessen Bekehrungsgeschichte von seinem Sohne erzählt wordenist. A. verdankt seine erste Bildung dem gelehrten Pfarrer Moller zu Gierstedt imGothaischen, der ihn namentlich zuerst in das Studium der hebräischen Spracheeinführte. Er ftudirte in Jena Theologie und lebte hierauf eine Zeitlang in Gotha,auf eine Pfarrerstelle wartend. Plötzlich aber entschloß er sich auf den Rath des da-maligen Gencralsuperintendenten Lössler, sich dem akademischen Leben zu widmen.Er begab sich nach Jena, wurde daselbst 1798 Privatdocent der Philosophie undhielt Vorlesungen über orientalische Sprachen. 1890 ward er außerordentlicherProfessor der Philosophie, 1803 ordentlicher Professor der orientalischen Sprachenzu Jena. Er folgte 1812 einem Rufe als ordentlicher Professor der Theologienach Breslau und 1819 nach Bonn, wo er 1828, jedoch mit Beibehaltung seinerProfessur in Bonn, auch zum Obecconsistorialrath in Koblenz ernannt wurde.Über seine Gelehrsamkeit sowol als über seine Gesinnung ist sehr verschieden geurtheiltworden, allgemein gesteht man ihm lebendige Darstellungsgabe, Witz und große Gei-stesgewandtheit zu, und er war daher in Jena durch seine öffentlichen Disputationenberühmt. Unter Andern war er einer der Opponenten gegen Fr. Schlegel, als diesersich in Jena habilitirte, und trieb ihn durch seine Disputirkunst so sehr in die Enge,daß Schlegel von dem Katheder sprang, um sich zu entfernen, und nur durch den Decanzurückgehalten werden konnte. Früh die schriftstellerische Laufbahn betretend, gaber schon in Gotha (seit 1790) eine Zeitschrift:Theologische Blätter", heraus, dieer unter andern Titeln bis 1802 fortsetzte. Er hat sich vorzüglich in der orientali-schen Literatur und in den christlichen Alterthümern, der Dogmengeschichte undDogmatik bekannt gemacht. Seine Leistungen in der orientalischen Literatur be-treffen besonders auch den Koran, aus welchem er einen Auszug:Der kleine Ko-ran", mit Anmerkungen (Weißenfels 1798), machte. Später gab erDie Apokry-phen des Alten Testaments" und eineEinleitung in das Alte Testament" (Leipzig1806 und 1827) heraus, und unternahm in Verbindung mit de Wette eine zuHeidelberg (1809 14) erschienene Übersetzung der heiligen Schrift. SeineGründlichkeit als Orientalist wird, ungeachtet seiner zahlreichen schriftstellerischenArbeiten, häufig in Zweifel gezogen, jedoch muß ihm praktisches Talent der An-eignung und witzige Combination zugestanden werden. Dasselbe gilt von sei-

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