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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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125
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Seine trefflichen Leistungen wurden durch wiederholte Belohnungen anerkannt.Er erhielt 1825 das Eommandeurkreuz des badischen Militair-Verdiensiordens,und 1880 den rotben Adlerorden zweiter Classe mit Stern und Eichenlaub. DieStelle eines Festungscommandanten des Platzes Koblenz und Ehrenbreitsteinward ihm 1826 neben seiner Stelle als Jngenieurinspecteur übertragen, und 1827rückte er zum Generallieutenant auf. A. ist einer der gelehrtesten Offiziere, ein aus-gezeichneter Mathematiker, und hat das gestimmte Gebiet der deutschen, französi-schen, italienischen und englischen Militairliteratur gründlich in den Ursprachenstudirt, widmete sich aber vorzugsweise dm Ingenieur- und Generalstabswissenschaf-ten, für welche er zahlreiche Sammlungen besitzt, und die er auch in schatzbaren unge-druckten Aufsätzen bearbeitet hat.

Auber (Daniel Francis Esprit), geb. zu Parks etwa um das Jahr 1780.Er war, wie öffentliche Blätter von ihm gemeldet haben, deren Authenticität jedochnicht unbedingt anzunehmen ist, der Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns und stu-dirte anfangs die Musik aus Neigung; da jedoch die Revolution seinen Vater um seinganzes Vermögen gebracht hatte, benutzte er sein musikalisches Talent, um dadurchseine äußere Existenz zu begründen. Seine Studien in der Composition hat er unterder Leitung Boyeldieu s und Eherubini's gemacht, wiewol man seinen Werken dieernste, strenge Schule dieses letztem Meisters so wenig ansieht, als Boyeldieu's Kunst,den größern musikalischen Stücken eine fließende Form zu geben, darin bemerkbarist. Offenbar hat der große Erfolg Rossinis einen bedeutendem Einfluß auf seinemusikalische Richtung gehabt als die Grundsätze seiner Lehrer. Wie allen Eompo-nisten in Paris, so ward es ihm anfangs ungemein schwer, bekannt zu werden.Seine ersten Arbeiten sind nur ganz ephemere Erscheinungen gewesen; er selbst solldies dem Umstände zuschreiben, daß er damals zu sehr den strengen Gesetzen seinerMeister gefolgt sei und die Neigung des Publicums zu wenig gekannt habe. Zu den-jenigen Opern, die unsers Wissens, obgleich sie bei Erard und bei Pleyel in Paris imStich erschienen, noch nie auf deutschen Bühnen gegeben wurden, gehörenLmirm",6eoc»ckie",l^r derbere cüätelaine" undI.e timicke". Die erste Oper, welchein Deutschland (soviel uns bekannt ist, in Darmstadt) von ihm gegeben wurde, warDas Concert am Hofe", ein kleines Jntriguenstück, welches jedoch einige lebendigeScencn hat, die ihm einen glücklichen Erfolg bereiteten. Von den pikanten Wen-dungen in den Melodien, wie der originellen Gestaltung derselben, wodurch sie sichdem Publicum so leicht einprägen, ist in dieser Oper jedoch noch nichts anzutreffen.Bekannter wurde (1823) die Oper:Der Schnee", der die Erzählung vonEginhardt und Emma zum Grunde liegt. Sie ist fast auf allen Bühnen Deutsch-lands mit großem Glück gegeben worden. Musikstücke von Bedeutung enthältsie nicht, doch darf man dem Componisten nicht absprechen, daß er den Conver-sationston der Musik oft sehr glücklich darin getroffen hat und graziöse Koket-terie mit Geschick auszudrücken weiß. Wie Nebenumstände immer einen sehrwesentlichen Einfluß auf dramatische Werke auszuüben pflegen, so glauben wir,daß zu dem Erfolge dieser Oper, die namentlich in Berlin auf der königstädtischenBühne großes Glück machte, der Umstand sehr viel beigetragen hat, daß die ge-feierte Sontag die Hauptrolle darin mit großer Feinheit, Änmuth und Graziedarstellte und die schwierige Partie meisterhaft sang. In einer Stadt, die so vielenEinfluß auf das Schicksal eines Musikwerkes üben kann als Berlin, ist dies sehrwichtig. Die Aufmerksamkeit der königlichen Bühne lenkte sich nun auch in der Artauf A., daß sie seine neuern Arbeiten sogleich in Scene brachte. Zunächst war diesDer Maurer", wobei neben einer sehr gefälligen Musik zugleich die Wahl desSujets mit ungemeinem Glück und ungemeiner Bühnenkenntniß geschehen war.Scribe hat kein glücklicheres Gedicht geliefert-, doch muß man A. einräumen, daßer es auch vortrefflich versteht, die theatralischen Effecte hervorzuheben und die