Asten
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tische Prinz Haithon, der Engländer John Mandeville, der Mönch Oderich vonPottenau. In die Jahre 1324—53 fallen die wichtigen Reisen des Arabers Jbn-Batuta im Morgenlande bis nach Indien und China, dem man vor allen Reisen-den vielleicht die meisten Ausschlüsse verdanktes. ,/1'Ire travels ofIk>n-Littutn,ti-Ans-luteä i'rom tlle ^rabie memuscript copies London 1829). Weniger Be-
deutung haben die Berichte Schildberger's, Clavigo's, Barbaro's, Abdul-Rizak's,Covilhao's, bis Vasco de Gama 1498 das Vorgebirge der gutenHofsnung umschif-fend, bei der Stadt Calicut an der Küste von Malabar landete. Nun war die eigent-liche Entdeckungsstraße gebahnt. Bald wurden jetzt von den Portugiesen die Reichejenseit des Ganges nebst den großen und kleinem Inseln aufgefunden, welche in demunermeßlichen Ozean von Sumatra bis Neuguinea zerstreut sind. Die Geschichtedieser Bekanntwcrdung verdankt man außer dem Geographen Barros und seinemFortsetzer Couto dem scharfsinnigen Odoardo Barbessa (Barbosa), der zuerst dieSitten und Gebrauche der Hindu kritisch schilderte. Den berühmtesten Namen,den die Annalen von Ostindien im 10. Jahrhundert enthalten, ist der große Al-sonso d'Albuquerque; fein kühner Geist faßte den Gedanken, Portugals Herr-schermacht über alle Lander und Meere Indiens zu verbreiten; er eroberte Goa,unterjochte ganz Malabar, Ceylon, die ^undainseln und Malakka. Almeida ent-deckte 1508 die Anchediven; Antonio d'Abreux 1511 Amboina und Vanda nebstden dazu gehörigen Gruppen, fand, weiter nach Norden dringend, die Inseln Ter-nate, Tidor, Motir, Maquien und Bacham und gab denselben den Namen Moluk-ken, welches in der Landessprache „das Beste" bedeutet; Simon d'Andrada fand1512 die Malediven, Joao de Silveira das Land Bengalen, Fernando Perez1516 die Lieu-Kieu-Jnseln, Magelhaens 1521 die Ladronen und Philippinen,Loyosa 1525 das Land der Papuas oder Neuguinea, Vasco Laurez 1526 die Jn-sil Borneo, Antonio de Moto 1542 Japan, Bernardo della Torre die nach ihmbenannte Straße südlich von Neuguinea; Iwan Wasiljewitsch lernte 1552 zuerstSibirien kennen, Mendoza 1507 die Salomonsinseln (Neugeorgien), der Hollän-der Houtmann 1598 die Comoren nebst Sumatra, Quiros 1000 das frucht-bare Otahiti (Sagittaria, Neucythere), die Gruppe der Hebriden und eine Mengeanderer Eilande. Mit diesem Seehelden erlosch der kühne Unternehmungsgeist derSpanier. Middleton entdeckte die Inseln Pulorin, Bangain und Pulo-May inder Nahe von Sumatra. Des Holländers Scheuten vielseitige Entdeckungen zo-gen den ganzen Strich längs Neuguineas Küsten aus der Dunkelheit hervor. GroßeVerdienste um die nähere Kenntniß Chinas erwarb sich der Brite William Adams,Ceylons der DäneO. Giedde, Persiens, Malakkas und Cochinchinas der französischeMissionar Alexander de Rhodes, Tibets Antonio d'Andrada. Das Land der Kirgi-sen und Kalmücken wurde bekannter durch Philipps a Santa Trinitate, Ostindienund die Sundainseln durch Sigismund Wurssbain, Japan durch Franz Caron,Persien und Hindostan durch Johann Albrech: Mandelsloh; die Nordostküste be-fuhr Deschnew, der erste Sterbliche, dem dies gelungen; Henrik Gamel fand undbeschrieb Korea; Jans Neuhof gab 1655 die beste Schilderung von China, Knox1658 von Ceylon, Navarette von China, Bernier 1664 von Mittelasien, Chardingleichzeitig von Persien, und Tavernier von Bengalen und dem Reiche des Groß-moguls. Den Ganges beschisste und beschrieb von allen Europäern zuerst Niklas vonGraaf, die Küste von Koromandel der Franzose Dellon; John Fryer durchstreifte1672 die Halbinsel jenseit des Ganges, Nepaul, Auhd, Tibet und Persi'en; Dam-pier entdeckte 1087 die Eilande Ba-Schi und Neubritannien. Ein ganz neuesLicht über das Räthselland Japan verbreitete der Deutsche Engelbrecht Kämpfer,welcher von 1683—92 fast ganz Asien bereiste und 10 volle Jahre jenem Insel-reiche wismete. Um diese Zeit beginnt recht eigentlich die Glanzperiode der jesuiti-schen Missionen in Asien. Die Namen Verbiest, Avril, Guido, Tachard, Choisi,