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Erster Band (1832) A bis E
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Asien

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Celebes, den Andamanen, Molukken und Philippinen. Das straffe, nicht zudunkle Haar reißen die Mongolen so sorgfältig aus, daß sie selten einen Bart zeigen.Charakteristisch sind bei ihrem ganzen Stamme (eine Rasse, wozu man alle Asia-ten mit Ausnahme der Malaien und Kaukasier, sowie die sinnischen Völker in Eu-ropa, die Eskimo im nördlichen Amerika von der Behringsstraße bis Labradorrechnet) plattgedrückte Gesichter, schiefliegende, enggeschlitzte Augen und seitwärtshervorstehende Backenknochen. Den hohen Norden bewohnt der selten über vierFuß hohe Polarmensch (Samojede, Tschuktsche, Ostjäke u. s. w.). Die meistenInselbewohner gehören zu der äthiopischen oder malaiisch-äthiopischen Rasse. Un-ter den jetzt lebenden Völkern Asiens sind, wie jede mögliche physische Verschie-denheit, so auch alle Formen des gesellschaftlichen Zuftandes vorhanden, von derRohheit des Nomaden bis zu der reichlichsten Üppigkeit des Orientalen in der Tür-kei, Persien und Hindostan; nur nicht die Formen der gesetzmäßigen Freiheit undder höhern Ausbildung des geselligen Lebens. Betrachtet man den Asiaten, sowolden Ureinwohner als den Eingewanderten, so treten nur zwei Hauptclassen: No-maden und Culturvölker, hervor. Die Geschichte zeigt, daß jene, deren Lebensartdas herumziehende, größtenteils mit Jägerei verbundene Hirtenleben ist, die ur-sprüngliche Bevölkerung ausmachen, wie sie noch heutzutage die großen EbenenMittelasiens bewohnen, während in Vorder- und Südasien schon in den ältestenZeiten der zündende Funke geistiger Gesittung das Bedürsniß größerer politischerVerbindungen zu Staaten und Reichen weckte und dadurch den Ursprung desStädtelebens begründete. Priesterkasten oder Eroberer gaben beiden die Gestaltung,welche bis auf uns herab den Menschen nach einer und derselben Regel des blindenGehorsams zum Werkzeug despotischer Willkür gestempelt hat. Daher ist Despo-tismus die herrschende Staatsform in Asien, der Untergebene ist Sklave seinesHerrn, das Weib Werkzeug des Mannes. Nur hier und da hat sich in einigenHorden neben republikanischer Stammverbindung das patriarchalische Ansehen derFamilienväter erhalten. Wie das Staatenleden und der Gewerbfleiß (denn eszeigte sich schon eine Bekanntschaft mit manchen Kunstfertigkeiten, als Europa nocheine menschenleere Wüste war), so gingen auch die drei Hauptreligionen, die christ-liche, jüdische und mohammedanische, von Asien aus. Die Christen (17 Mill.)gehören meist zu der griechischen, armenischen oder römisch-katholischen Kirche, dochfinden sich auch Nestorianer, Iakobiten, Monophysiten, Maroniten und Protestan-ten beider Bekenntnisse. Die Juden sind meist Talmudisten, nur in wenigen Län-dern Karaiten. Außer den reinen, aus Sunniten und Schiiten oder Anhängern desAli bestehenden Mohammedanern (70 Mill.) leben in Natalien viele aus einer Ver-mischung des Judenthums, Christenthums und des Islam hervorgegangene Sektirer,als: Sabäer oder Johannischristen, Drusen, Jesidier, Nassairier u. A. m. Unter denHeiden (380 Mill.) ist die Mehrzahl dem Götzendienste ergeben; dazu gehört vorAllem die Religion der Hindu, von der sich jedoch der reine Brahmanismus derKaste der Brahmanen selbst unterscheidet. Zu den Fetischanbetern sind die AnHan-ger des Lao-kiung in China, die sich Tao-tse (d. i. Söhne der Unsterblichkeit) nennen,und die Bewohner von Nordsibirien zu rechnen. Wenn die Religion der Schama-nen (aus der Lehre der aus Indien vertriebenen alten Gymnosophiften entstanden),wozu sich die Mantschuren, Tungusen und viele andere Stämme in Hinterindienbekennen, nebst dem Buddhadienst (s. Bd. 2) in Mittelasien und auf Ceylon vor-herrscht, so lebte Zoroaster's (Zerduscht's) reinere Lehre unter den Parsen oder Gue-bern in Persten und Kabulistan. Die Religion des Con-fu-tse (Confucius), derenGesetze darin bestehen, der Natur und dem Lichte der Vernunft, als Ausfluß dkshöchsten Wesens, zu folgen, wird nur von dem Kaiser von China, seinen Manda-rinen und den Gelehrten bekannt, das Volk aber hängt der Lehre des F o (s- Bd. 4)oder des Heiligen aus Westen an, der offenbar kein Anderer ist als der Buddha der

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