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hedabad in ein Zweig-Delta spaltet, in einer unendlichen Menge von Armen demVusen von Bengalen zu; nur der Hauptstrom behauptet seine nordöstliche Rich-tung bis dahin, wo er mit dem Brahmaputra zusammentrifft, dessen Wasser nebendem seinigen, doch unvermischt, sich bei der Spitze von Currymulla in das Meerstürzt. Zu dem Wassersysteme des Jrabaddi oder Avastromes kann man den Miupoder großen Fluß von Pegu, den Lukiang oder Thaluan, den Tanasserim, der sich zuMalakka ins Meer ergießt, den Menam oderMaigue, den Mekon oder Mai-kaung in Kambodscha, den Hue und den Lau-Tse-Kiang rechnen. Das Flußgebietdes Amur erstreckt sich durch Da-urien und das Land der Mantschu und Tungustn,und zu demselben kann der, sich in den Meerbusen gleiches Namens mündende Anadyrgezahlt werden. Außer den Wassersystemen der beiden Riesenströme Chinas, desJang-Tse-Kiang (d. i. blauer Fluß) und des Hoang-Ho (d. i. gelber Fluß) verdienenbesonders die, auf den nördlichen Höhen des Altai und seiner Zweige an der NordgrenzeMittelasiens entspringenden Stromsysteme unsere Aufmerksamkeit, deren Gewässerin das Eismeer münden: die des Lena, Jndigioka, Kolyma, des Jenisei, der sichnach einem Wege von mehr denn 700 Meilen in die Bai der 72 Inseln ergießt,dcsObi und Jrtisch. —Nach allen Weltgegenden hin hat sich das Meer an demKüstenrande des asiatischen Festlandes Bahn gebrochen und dadurch Inseln gebil-det, die bald mit größern, bald mit kleinern, bald nahern, bald fernem Eilanden inVerbindung stehen. So trennt die Waigatzstraße Nowaja-Semlja von Sibirien,die Behrings- oder Cooksstraße Asien von Amerika, die Straße von Malakka Su»matra und Malakka-, die Straße von Ceylon dieses große Eiland (Taprobana derAlten), von Indien diesseit des Ganges; Babelmandeb führt aus dem arabischenMeere in den arabischen Busen; die Straße von Ormus verbindet das persischeMeer mit dem persischen Busen, die Straße von Fcodosia das schwarze mit demasowschcn Meere, und die Straße von Konstantinopel das Marmormeer mit demschwarzen Meere. Die meisten asiatischen Inseln liegen am Süd- und Ostrandedes Erdtheils: Ceylon, die Gruppe der Malediven und Lakediven (Div bedeutetInsel), der Andamanen, Nikobaren, der Mergui,. Philippinen (ein 1521 vonMagelhaens entdeckter, aus vielen hundert Inseln bestehender Archipel), Babujanen,Ladronen oder Marianen, der Molukken, Amboina- und Bandagruppe, und endlichder Suluh- und großen und kleinen Sundainseln (Borneo, Sumatra, Celebes,Java); im Osten: Hainan, Formosa, die Lieu-Kieu-, kurilischen und japanischenInseln (Kiusju, Nipon, Iesso), die Staaten- und Fuchseilande, Ale-uten; im Nor-den: die Lachows- und Lenainseln nebst Nowaja-Semlja; im Westen: Rhodos,Eypern, Scio (Chios), Samos, Mitylene u. s. w.
In keinem Erdtheile sind die klimatischen Verhaltnisse so eigenthümlich undverschiedenartig als in Asien. Seine große Ausdehnung umfaßt alle Zonen. Die-ser Umstand trägt aber auch den Stempel der Mannichfaltigkeit auf die Bewohnerüber, die sich in Hinsicht ihrer Gestalt, Sprache, Lebensart, Betriebsamkeit und Ge-sittung in unzähligen Stufenbildungen von einander unterscheiden. Ihre Haut-farbe steigt durch viele Schattirungen vom Weiß bis zum Schwarz. Mehr oderweniger zeigt sich die Hautfarbe der kaukasischen Stämme bei den Kaukasusvölkern,Armeniern, Tataren, Persern, Afghanen, an welchen man regelmäßig schöne Ge-sichtsbildung, hohe Stirn, großes Auge, lange, etwas gebogene Nase, rothe Wan-gen und ein weiches braunes oder schwarzes Haar findet. An einer gelblichen Haut-farbe erkennt man die Sibirier, Mongolen, Tungusen, Chinesen, Tibetaner, Ja-paner, Vordecindier, Birmanen, Siamesen. Hellbraun mit manchen Schattirun-gen ist die Farbe der Hinterindier, z. B. in Malakka, die mit einem schwarzen locki-gen Haare eine plattgedrückte Nase und einen großen hervorstehenden Mund verei-nigen. Schwarz mit Wollhaar, Stumpfnase, starken Backenknochen und dickenLippen erscheinen die Widah auf Ceylon, die Insulaner auf Sumatra Borneo,