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Asien
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taufenden die Hindu zu den Tempeln und Altaren ihrer Götter, wo sich aus Schnee-lagern und Felsenschichten der heiligste ihrer Strömen, der Ganges hervorwindet,und geheimnißvolle Schrecken den Thron des Mohadeo umgeben. Bevor sich derGanges mit dem Uamuna, dem Jahnavi und Alakananda verbindet, heißt erBhagirathi. Seitengebirge des großen Hauptstocks, die ein Gemisch von Bergen,Thalern und Steppen ausmachen und an ihren Enden weit hinaus in das Meerdie Landspitzen bilden, sind: der Kaukasus, gleichsam eine eigne Formation, dieganz Westasien angehört. Sie bedeckt hauptsachlich das Land zwischen dem mit-telländischen, schwarzen und kaspischen Meere. Seine höchsten Gipfel erreichennur die Höhe von 10,000 Fuß und zerspalten sich in zwei Abtheilungen: das Ge-birgsplateau des Taurus, welches nach W. und S. in dem Gebel-Kurim, dem Liba-non, dem Gebirge von Kurdistan, welches sich längs der Ufer des rochen Meeres hin-zieht, und das des Elbrus (nach Kupsser 15,420 Fuß hoch), das sich unter dem40. Breitengrade vom Kaukasus trennt, sich nach SO. wendet, das kaspischeMeer umringt und mit den Ausgängen "des großen östlichen Gebigssystems zusam-menläuft. Der Ural, d. i. Gürtel, dehnt sich in fast ununterbrochen gleicher Höhevom kaspischen Meere und Aralsee bis zum karischen Busen des Polarozeans aus,und wird in seiner Mitte, von der Tawda bis zum Mias, der werchoturische oderjekatarinburgische Kamm genannt. Als Seitenzweige kennt man die südwestlichlaufenden Obtscheisyrt- und Sokgebirge, im O. den Ulutan, oder das guberlinskischeGebirge, von dem sich wiederum das alginskische (Atgvdim-Zano), das kirgisische undMangischlakgebirge abzweigen. Werfen wir nun auf die Gcsammtmasse der asia-tischen Gebirge einen Überblick, so sehen wir nicht, wie in Europa, einen in seinerMitte sich bildenden Kessel, sondern finden daselbst ein sehr erhabenes Plateau mitausgehenden Ästen nach allen Seiten, sich theils allmälig verflachend, theils schroffauf Niederland ruhend oder mit dem Meere abschneidend. Nach N. hin zieht sichdas kamtschatkische Gebirge mit vielen lebenden und todten Vulkanen, das metall-reiche da-urische oder nertschinskische, das Ajagu- und baikalische Gebirge, welche allemittels des Zimbal und Changai mit dem westlichen Gebirgszuge zusammenhan-gen. Nach W., wo die großen Binnenseen, das kaspische und asowsche Meer, seinallmäliges Sinken hindern, thürmt sich das riesengleiche Hochland noch ein Mal zueiner großen Masse auf und füllt die großen Meereinschnitte in dieser Gegend aus.—Dem Gebirgslande sind Ebenen entgegengesetzt. Ganz dem großen Erdtheile an-gemessen sind: die mit Salzdünen untermischte Steppe der Kirgisen, die vom Uralbis zur Wolga, vom kaspischen See bis zur Samara reichende und manche frucht-bare Strecke enthaltende wolgaisch-kalmuckische Steppe; die zwischen dem Jrtischund Ob liegende Barbara; die Verflachung des Mittlern Ural, welche unter demNamen isettische Steppe bekannt ist; die arktischen Flächen, vom Polarozeanelandeinwärts streichend; vor allem aber die große von dem Urgan-Daga in die öst-liche und westliche getheilte Ebene Kobi (d. i. im Mongolischen Wüste) oderSchamo (d. i. im Chinesischen Sandmeer). Sie ist an den meisten Orten an 4000Fuß über der Meeresfläche erhaben. Die östliche Kobi zwischen Kiachta und Peking,die Gobeiskaja-Steppe der Russen im S. vom Tulafluß, ist eine hohe Scheitel-fläche mit hie und da zwergartig kriechendem Strauchwerk, einigen flachen Salzseen,fast ganz mit Kieseln bedeckt; die westliche Kobi, zwischen Kaschghar und Tangut,mit ungeheuren Massen von Flugsand, von dem die Chinesen sagen, daß er wieein Fluß vor dem Winde fließe. Auf großen Strecken gibt es da für den Reisen-den keine andern Wahrzeichen, als die Knochen von Menschen und Thiercn undKameeldünger. Sie hat über 100 Stunden Breite, und der Reisende muß, umvon Selenginsk oder Kiachta nach Peking zu gelangen, an 225 geographischeMeilen immer an ihrem furchtbaren Saume hinziehen, oder sie an der Stelle,wo sie nur 32 Meilen Breite hat, durchwandern. Der Kobi ahnlich, doch weniger
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