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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
93
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:' c Armannsperg 93

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ffff km Staatsdienste. Er machte sich zuerst 1810 als Schriftsteller durch ein Bruch-' z"?^Rw> stück eines epischen Gedichts:Hlne inutinee de OliarlemktFoe", bekannt, worin

' )ffverschiedene lobpreisende Anspielungen aus Napoleon vorkamen, unter andern

die Verse:

II psrstt, il triomplis, il suHuAus, !I «tonne,

^ch.-. ^hilW- !- Dt svn eoeur, ses dieukait--, sont le« fers l>u'II nous «lonne.

- X "öÄdik-.» i' Man glaubte nicht, daß er nach dem Wechsel der Verhältnisse das Ganze je heraus-.c, ff ^ geben werde, aber es erschien dennoch unter dem Titel:Oarvleide" in 12

'' " Gesängen und 1824 in der dritten Ausgabe. -Man fand, daß er sich darin zwar als

guter Franzose gezeigt, aber den reichen Stoff nicht dichterisch aufgefaßt habe.

^ Die Erfindung war in dem Charakter der Romane, welche ihm einen bedeutenden

Ruf verschafft haben. Er trat zuerst 1821 mit dem Romane:l.e solitmre"''^»Äilktauf. Eine glänzende, bilderreiche Sprache blendete selbst seine Gegner; abereine weichliche Sentimentalität zog sich unerfreulich durch das Ganze, unddie kühnen Inversionen, die er sich erlaubte, gaben feinem Styl eine Fremd-c: heit, welche die strengen Verfechter des Herkömmlichen für Versündigungen ge-

6^ den Geist der Sprache erklarten. Sie betrachteten ihn seitdem als einen ent-^ ff ff^lchch(Sl!OssH^ schiedenen Jünger der sogenannten romantischen Schule. Im folgenden Jahre er-^ schien ,,1.e renEFut", ein kräftigeres Erzeugniß, das auch durch glücklichere Charak-

terschilderung über den Vorgänger sich erhob. Die Geziertheit der Sprache trataber noch entschiedener hervor, seine kritischen Gegner wurden lauter, und die unge-wohnlichen Sprachformen, in welchen A. sich gefiel, machten es ihnen zuweilen' leicht, die Lacher auf ihre Seite zu ziehen. Man nannte ihn Ie solitaire cie 1s

::ä,7.ch MWch«jtkL^ litteruture. Sein nächstes Werk warlpsiboe", ganz verschieden von dem ernstenCharakter seiner frühem Darstellungen. Er wollte sich in heiterm Scherz und inka der Satyre versuchen, aber sein Scherz war schwerfällig, sein Spott nur bitter. Inseinem nächsten Roman:IWtrungei-e" (1824), schien A. feine Gegner ent-wassnen zu wollen, indem er sich von den Eigenheiten seiner Sprache zu entwöh-nen suchte, aber die Erfindung hatte wenig Interesse und die Idee des historl-ff sehen Romans war verfehlt, so anziehend einzelne Scenen waren. Zwei Jahre spä-ter brachte er ein Trauerspiel:Die Belagerung von Paris", auf die Bühne. Die^ Aufführung war stürmisch, Freunde und Feinde des Verfassers wetteiferten in Bei-

- vM lsMiW «w ^ ^ und Verdammung. Als das Stück im Druck erschien, vereinigten sich die'.tntz wM Stimmen in dem Urtheile, daß es alles wahren dramatischen Lebens ermangele.

^ffff^ff Sein nächstes Werk:IsmaliL" (1828), das er IGman-poeme nannte, hatte die->, hekrNW.^^.^ Vorzüge und die Mängel der frühern Arbeiten. A.'s neuestes Werk erschien 1832 ://Die Empörer unter Karl V." Die literarische Parteisucht hat es in Frankreich sel-I ten zu einem ruhigen Urtheil über seine Leistungen komcken lassen. Bei einem ge-

' wandten Geiste und einer lebendigen Phantasie, die jedem seiner Werke anziehende

Einzelheiten geben konnten, fehlt es ihm an geläutertem Gefchmacke, und er scheint' . x -MiswW in seinen Ansichten über das Wesen der Poesie nicht zur Klarheit gekommen zu sein,t.Armannsperg (Joseph Ludwig, Graf von) wurde am 28. Febr. 1787

- ffM? zu Kötzting in Niederbaiern auf einem Gute seiner Familie geboren, welche urkund»

- Uch in die Tage Heinrichs des Stolzen und Heinrichs des Löwen zurückreicht undBaiern in der Hussi'tenzcit, in den böhmischen und oberpfälzischen Fehden, so«wie Karl V. in seinen italienischen, niederländischen und afrikanischen Feldzügen

ff:.'-.7^rtig^)"siff^Zff mehr als einen ausgezeichneten Helden gegeben hat. Graf A. war auf der Hoch»ff. schule zu Landshut gleichzeitig mit dem Kronprinzen, nunmehrigen König Ludwig,

- ^ und mit feinen Nachfolgern.im Ministerium des Innern, Eduard von Schenk und

dem Fürsten Ludwig von Ottingen-Wallerstein. Er vollendete seine Studien mitgroßer Auszeichnung, trat 1808 in den Staatsdienst und wirkte zn Negensburg

- .-il, d>' und Passau, bis der Krieg von 181314 dem jugendlichen Feuereifer und Schaff-