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Armaunsperg
blick eine wichtige Richtung gab, wahrend er bakrischer Armeecommissair in demverhängnisvollen Wechsel von Braunau bis Hanau und bis zum Einzug in Pa-ris war. Vom Januar bis Jun. 1814 verwaltete er unter den schwierigsten Ver-haltnissen das Departement der Vogesen und daraus als Mitglied eines Vermal-tungsrathes das wieder deutsch gewordene Gebiet zwischen dem Rhein und der Mo-sel. Im Anfange des Jahres 1815 wurde er zum wiener Eongrefse berufen. Lei-der sah er dort die solenne Mystisieation des Tractats von Ried ihrer Ausführungnahen. Er sah mit Schmerz, wie Beuerns militairische Sicherheit und Unabhängig-keit gefährdet, wie es mancher feiner ältesten und wichtigsten Stammkunde beraubtwurde. Jede Ausdehnung westwärts konnte Vaiern nur schwächen, indem es seineNationalität nicht stärkte, seine Abhängigkeit aber steigerte und vervielfachte. In-zwischen ahnete während des Congrefses weder A. noch die bairischen Patrioten, daßauch die feierliche Garantie des Rückfalles der Pfalz leer ausgehen, daß Baiern sicheinem Vertrage, wie jener von 1818, unterwerfen und es nicht lieber auf jedes Äu-ßerste würde ankommen lassen. Nach diesem unverschmerzlichen Verluste diente GrasA. 1816 im Rheinkreis als Director, 181? in Augsburg, erhielt den Civilver-dienstorden der bairischen Krone, wurde 1820 Director des obersten Rechnungs-hofes, 1823 Vizepräsident der Regierung des Regenkreises, 1820 und 1821Mitglied der Jmmediatcommission für den Bedarf der Armee, 1823 Mitgliedund Referent der, wegen der Creditvereine niedergesetzten Jmmediatcommission zuMünchen. Im Dec. 1824 ward er im Unterdonaukreise, wo er Gutsbesitzer war,zum Mitglied? der Kammer der Abgeordneten bei der Ständeversammlung von1825 erwählt, erhielt bei der Präsidentenwahl eine große Stimmenzahl und wurdezum zweiten Präsidenten der Abgeordnetenkammer ernannt. Als solcher stand eran der Spitze der gemäßigten Opposition im liberalen Sinne. Bei allen wichtigenVerhandlungen sprach er mit edler Freimüthigkeit und zeigte die umfassende Kennt-niß aller Verwaltungszweige, welche er in einer vielfältigen amtlichen Wirksamkeiterworben hatte. Er war es, der auf die Einführung der Landräthe drang, indem erden wohlthätigen Einfluß dieser Einrichtung auf die innere Verwaltung zeigte, under gab besonders auch bei den Erörterungen über das Abgabenwesen und die Fi-nanzverwaltung Beweise seiner Einsicht und Erfahrung. Bei dem Regierungs-antritt des Königs Ludwig wurde er nach München zu den unmittelbaren Staats-conferenzen über die Gründung einer neuen Staatswirthschaft berufen. Er wardurchgehends der Vortragerstatter in diesem, durch die verhältnismäßig übergroßenAusgaben der vorigen Verwaltung schwer zerrütteten Geschäfte, und Reformator desHaushaltes. Von ihm gingen die Entwürfe der verschiedenen organischen Verord-nungen vom Nov. und Dec. 1825 und Jan. 1826 über die Ministerien, dieCcntralstellen, Kreisregierungen, das Nechnungs-, Bauwesen :c. aus. Am 31.Dec. 1825 wurde er zum Staatsrat!)?, am 1. Jan. 1826 zum Minister des In-nern und der Finanzen, am 26. März 1823 zum lebenslänglichen Reichsrath, am30. Aug. unter Beibehaltung des Portefeuilles der Finanzen, zum Minister desÄußern und des königlichen Haufes ernannt, während Eduard von Schenk das Mini-sterium des Innern erhielt. Er wurde 1826 Großkreuz des russischen St.-Annen-ordens und Eommandeur des bairischen Eivilverdienstordens, 1828 Großkreu;des östreichischen Leopold- und des preußischen rothen Adlerordens, 1830 Großkreu;des hessischen Lowenordens. — Bei der, mit dem Schlüsse der äußerst bewegtenStändeversammlung des Jahres 1831 erfolgten Ministerialveränderung ward erzu dem Gesandtschastsposten in London bestimmt. Er lebt jetzt auf seinen Gütern.Die sechs Jahre seines Ministeriums seit der Thronbesteigung Konig Ludwigs wer-den in der Geschichte Beuerns nicht untergehen. Er hat im Ministerium des Innerndie noch jungen Institutionen mit freisinnigem Geiste gefordert, und was die deut-scht Bundesacte (Art. 13,16,18, 54) den Völkern als Lohn der im Befreiungs-
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