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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
75
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tischen Zustand von Neuspanien" (Tüb. 1809—12, 3 Bde.); Clavigero's „Ge-schichte von Mexico" (aus dem Jtal., Lpz. 1789—90,2 Bde.); Ward,,Mexicoin tke ) esr 1827" (2 Bde.); Louis, „Westindien und der Continent von Süd-amerika" (Hamb. 1818, 2 Bde.); Carey und Lea,„3Ae FeoFriMi^, siistvr^ unUswtistics of America nnä tke VVestinciies etc." (Lond. 1823); Humboldt s „Ls-sai positive sur I'isle UeOuba" (Paris 1826, 2 Bde.); Rivinus, „Atlantis"(Lpz. 1826, 2 Bde.); Elchwege, „Brasilien, die neue Welt" (Braunschweig1830, 2 Bde.); Karl Richard, ,Me Republik Oelumbiu of'lntereel van 6er ^el-ver teAenvvnrtliFen toestan6 etc." (Amst. 1822); Hall, „Oolumbm; its presentstate etc." (Lond. 1824); A. Awista, ,Mc»ticia sobre la ^eoFraüa politicu 6eeololnbia etc." (Bogota 1825); Röding's „Eolumbus" u. A. m. (8)

Amh erst (William Pitt, Graf von), ist der Erbe des 1776 zum BaronAmherst von Holmesdale erhobenen Generals, welcher zwei Mal den Oberbefehlüber die britische Landmacht geführt hatte, und nach dessen 1797 erfolgtem Todeseine Adelswürde auf seinen Neffen überging, der 1826 den Grafentitel erhielt.In der Politik des Ministers Pitt erzogen, handelte Lord A. in allen ihm anver-trauten öffentlichen Ämtern streng nach den Grundsätzen der Tories. Bald nach-dem er von einer diplomatischen Sendung aus Oberitalien zurückgekehrt war, fandes die ostindische Eompagnie für nöthig, eine Gesandtschaft nach China zu schicken,um die Hindernisse aus dem Wege zu räumen, mit welchen der britische Handel injenem Lande noch immer zu kämpfen hatte. Lord A. wurde zu diesem Posten ge-wählt und verließ 1816 England mit einem zahlreichen Gefolge. Unterwegshatte der Lord eine Unterredung mit dem in die Verhältnisse des Orients tiefeingeweihten Baronet Georg Thomas Staun ton (f. Bd. 10), der ihm die ganzeSchwierigkeit des ihm gegebenen Auftrags anschaulich machte. In der That hättedie Regierung auch keinerLunpafsendern Zeitpunkt zu einer solchen Sendung wäh-len können; China war damals nicht blos im Innern beunruhigt, sondern derKaiser war auch höchst erbittert auf die Europäer wegen eines Versuchs auf seinLeben, den man den Missionaren zur Last legte, und weswegen ein katholischer Bi-schof bereits hingerichtet worden war. Nur zu sehr rechtfertigte der Erfolg dieZweifel, welche diese Lage der Dinge gegen das Gelingen der Mission erregen mußte.Die chinesischen Staatsbeamten benahmen sich äußerst stolz gegen den Gesandten,und noch ehe er am Hoflager angekommen war, verlangten sie, daß er bei einemFeste, welches man ihm zugedacht hatte, sich gewissen huldigenden Förmlichkeitenunterwerfen sollte, als ob der Kaiser selbst zugegen wäre. Lord A. fand die Gewäh-rung dieses Verlangens mit der Würde des Monarchen, den er vorstellte, nicht ver-einbar. Die Mandarine gaben zwar nach und gestatteten dem Gesandten, sich demHofe mehr zu nähern; doch der Kaiser, über diese Nachgiebigkeit entrüstet, beharrtebei den ursprünglichen Foderungen. Um den wichtigen Zweck seiner Sendungnicht an solchen Förmlichkeiten scheitern zu lassen, wollte Lord A. sich zu der Hul-digungsceremonie (Ko-teu) verstehen, wenn man ihm die schriftliche Versicherungausstellte, daß dadurch nicht ein geringeres Rangverhältniß seines Monarchen wäreeingeräumt worden, und wenn zugleich verfügt würde, daß jeder chinesische Gesandte,der künstig am englischen Hofe erschiene, dem Könige die tatarische Ehrenbezeigungerweisen sollte. Alle Anerbietungen des Gesandten wurden von den Chinesen mitVerachtung zurückgewiesen, und es blieb ihm nichts Anderes übrig, als ohne Er-öffnung seines Zweckes wieder umzukehren. Kaum war er abgereist, so legte derKaiser in einem Neichsedict die ganze Schuld auf seine Mandarine, welche ihm vondem Vorgefallenen nicht gehörig Bericht erstattet hätten. Auf seiner Rückreise nachEuropa erlitt Lord A. Schissbruch, kam jedoch mit dem großen Boote des Schiffesglücklich nach Batavia. Auf St.-Helena hatte er eine lange Unterredung mit Na-poleon und kam im August 1817 ebenso unverrichteter Sache, als 23 Jahre vor-