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Stockes, welche 1826 die magellanische Stnrße, diesen Gegenstand des Schreckensfür alle Schisser, und die Küsten von Patagonien aufgenommen haben, hat sich be-sonders der Franzose Parchappe ausgezeichnete Verdienste um die Erdkunde Süd-amerikas erworben. Zwölf Jahre lang hat er Reisen durch die Mittel- und Süd-provinzcn unternommen. Seine Entdeckungen, die noch nicht gedruckt sind, sollenein neues Licht über den Lauf des Uruguay und anderer Ströme des Paranagebiets,über den Landstrich Corrientes, die Provinz Entre Rios oder das Land zwischenden beiden großen Strömen, welche den Rio de la Plata bilden, verbreiten. Er be-richtigt den Jrrthum, der die wahre Lange des Jberasees in der Richtung von O.nach W. um das Vierfache vergrößert hat,, fand zwar die Angabe von den Über-schwemmungen nicht gegründet, konnte aber reiche topographische Details liefern;ebenso ist es ihm gelungen, den Lauf eines Theils des Rio Colorado und des Rio Ne-gro zu bestimmen, wodurch eine Menge unzuverlässiger Einzelheiten, wie sie die bis-herigen Karten darstellen, verschwinden. Mit Ungeduld sieht man dem ausführlichenBerichte dieses gründlichen Forschers entgegen. Auf das Dunkel, welches seit Jahr-hunderten die Ostküste von Grönland bedeckte, und das erst 1822 dem jüngern Sco-resby theilweise aufzuhellen gelungen war, ist in neuester Zeit wieder ein Lichtstrahlgefallen. Der dänische Fregattencapitain Graah, der schon 1823 und 1824 die West-küste aufgenommen hatte, ist im Auftrage seiner Regierung 1830 durch die Meer-enge, welche das Festland, wo Staatenhuk liegt, von der Insel Sermensog trennt,längs der Ostküste von Grönland hingefahren und weit über die Grenzen hinaus-gekommen, innerhalb deren sich die alte Colonie von Isländern befunden haben soll,hat aber nicht die mindeste Spur davon angetroffen. Er schließt daraus, daß dieAnsiedlung gar nicht östlich von Staatenhuk, sondern im südwestlichen Theile Grön-lands, nach Julianenhaab hin, gelegen haben müsse, eine Meinung,, die schon vor40 Jahren Eggers ausgesprochen hat. Was gegen diese Behauptung spricht, istder Umstand, daß die Bewohner jener Küste an Größe, Wuchs, Hautfarbe undGesichtsbildung ganz von den Eskimos abweichen, dagegen aber den Europäernahnlich sind. Ihre Zahl scheint im Abnehmen zu sein. Auf der ganzen Streckevon 60 — 65° Br. hat Graah nicht mehr als etwa 600 Individuen angetroffen.Die Ostküste ist unfruchtbarer als die Westküste, und eigentlich nichts Anderesals ein mehr oder weniger abgeflachter Eisberg. Der katholische Missionar Vin-cenzo Bizzozero, aus Toscana, reiste 1829 von Obercanada über Neuorleans indie unter dem Namen Attakapas (d. h. Menschenfresser, von seinen frühesten Be-wohnern) bekannten reizenden Ebenen, etwa 300 Meilen nordwestlich von Neu-orleans, wo er das herrlichste Klima, dem von Neapel vergleichbar, ansehnlicheMaulbeerpflanzungen und blühenden Seidenbau vorfand. Die jetzige Bevölkerungbesteht aus Franzosen, Schweizern und Italienern. Der Prinz Paul von Wür-temberg hat 1830 eine Forschungsreise nach den westlichen Ländern jenseit derFelsengebirge beendigt. Man verdankt ihm die beste Karte vom Staate Louisiana.—Hauptquellen zur Kunde Amerikas sind außer den größern Reisewerken: JedidiahMorse, ,,'IAe american universal de Alcedo's und G. A. Thomp-
sons „deo^rapllical anck liiswrieal ckietionar^ ok ^meriea" (London 1812 —15, 4., 5 Bde.); Carey's und Lea's „^.tlas" (Philadelphia 1822, Fol.; franz.von Buchon, mit Erweiterungen, Paris 1825) ; Malte-Brun s „Neuestes Ge-mälde von Amerika" (aus dem Franz, von E. W. v. Greipel, Lpz. 1819). UberNordamerika: Fr. Schmidt's „Versuch über den politischen Zustand der Staatenvon Nordamerika" (Stuttg. 1822, 2 Bde.); Warden's, „^ecouut ol tüe uniteclstates of Kortlramerica"; C. Siddons, „Die vereinigten Staaten von Nordame-rika" (Stuttg. 1827,2 Bde.); A. Lips, „Statistik von Amerika" (Franks, a. M.1828). Über Mexico, Westindien und Südamerika: Bonnicastle, „Lpanisü ^me-ricaetc." (London 1818, 2 Bde.); Alex. v. Humboldt's „Vers, über den poli-