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Mascardi, der zuerst den Jndianerstamm derCesares in Chile kennen lernte, Sa-muel Fritz und Lacondamine, welche Beide durch Karten und Beschreibung desAmazonenstroms die Topographie des Innern aufhellten; vor Allen aber habendie Missionen der Jesuiten und Franciscaner (Dominic. Brite und Andr. de To-ledo, Tepeira u. A.) im 17. und 18.Jahrh. durch ihre Forschungen zu Santa-Cruzde la Sierra, Chiquitos und Paraguay die Erdkunde bereichert.' Was zu Anfangedes 19. Jahrh. Männer wie Humboldt, Bonpland, Brackenridge, Heckewelder,Kunitz, Henderson, Prinz von Neuwied, St.-Hilaire, Tcmple, Hamilton, Spipund Martins, Pohl, Mikan und Natterer, Efchwege, Basil Hall, Caldcleugh,Mollien, Stuart-Cochrane, Langsdorf, Gosselmann, Stevenson, Head, Miers,Broctor, Rengger und Beauchamps, Hamilton, King und Pringle - Stockesund viele Andere für die Wissenschaft geleistet haben, ist bereits zu jedes GebildetenKenntniß gelangt. Von dem franz. Capitain Louis Ant.Guädon, der im Auftragedes Handelshauses Baron und Comp, in Dieppe nach der Bassinsbai auf denWallfsschfang ausgeschickt war, wurde 1825 die, selbst den Forschungen eines Roßund Parry entgangene Insel Dieppe und die mit der Prinz-Regents-Einfahrt inVerbindung stehende Meerenge, die jetzt Detroit cke (4ueckon heißt, entdeckt. NebstMollien's und Hamiltons tresslichen Nachrichten über die jetzt in drei kleine Frei-staaten getheilte Republik Colombia, der jungen Schweizer Rudolf Rengger undBeauchamp's Werk über Paraguay, welches die beste bis jetzt erschienene Darstellungjenes Landes und seines despotischen Dictators D. Francia enthält, haben vor Al-lem die Berichte der beiden Briten Miers und Head viel dazu beigetragen, denSchwindelgeist ihres Vaterlandes in Betreff der unermeßlichen Schätze, womitSüdamerika angefüllt sein sollte, etwas zu mindern. Der Metallreiz (suri eturgent! sucru fumes), dieser große Hebel der Welt, hat sieben englische, zwei nord-amerikanische und einen deutschen Bergwerksverein ins Leben gerufen, deren Kosten(an 20 Mill. Thlr.) noch nicht gedeckt sind; gläubig lagen ihre Actionnaire wiejene Hülfsbedürftigen am Teiche Bethesda, wartend, ob ein Engel die Wünschel-ruthe bewegen werde, bis die Reiseberichte jener Männer erschienen, und das Er-gebnis Beider— so verschieden auch sonst die Ansichten und die eingeschlagenenWege waren — darin übereinkam, daß man die Gold- und Silbermasse zu großund die Kosten der Bearbeitung zu gering angeschlagen hatte. Edmond Temple,welcher als Secretair des britischen Bergwerksvereins von Peru, mit dem Ge-schäftsführer desselben, General Paroissien, dem Bergwerksvorsteher, Baron vonCzettritz, und dem Bergschüler Scrivener 1825 nach der neuen Welt abgesegeltwar, hat während seines dreijährigen Aufenthalts daselbst viel Neues beobachtetund bekannt gemacht. Nach ihm sollten 1826 aus den schon seit 250 Jahren ge-plünderten Gruben von Potosi, Portugaletta und Chayanta 177,127 Mark rei-nen Silbers gewonnen worden sein. Doch hat auch Andrews, der 1825 im Auf-trage der Bergwerksgesellschaft für Südamerika von Buenos-Ayres durch die innernLaplata-Provinzen nach Bolivia und Chile reiste, in feinem 1829 zu London er-schienenen Werke von solchen Unternehmungen abgerathen. Aus den Untersuchun-gen der englischen Reisenden, besonders des kundigen Miers, ergab sich auch derfür Bergwerksunternehmungen wichtige Umstand, daß die Eingeborenen bei ih-rer einfachen Lebensweise und ihren geringen Bedürfnissen die Gruben wohlfeilerund vortheilhafter hatten bauen können als Europäer und daher für diese der Er-trag bedeutend sinken mußte. — Außer den Geognosten Pentland — welcher durchtrigonometrische Messungen ermittelte, daß nicht der Chimborasso der höchste Bergin Südamerika sei, sondern der Nevado (Schneeberg) von Socata (28,644 par.Fuß) und der Jllimain in der bolivischen Provinz Lapaz (22,706 par. Fuß überder Meeresfläche)— und Redhead, über deren Arbeiten A .V .Humboldt in der„Hertha" (1829) Bericht erstattet hat, und den brit. Ingenieurs King und Prürgle-