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Erster Band (1832) A bis E
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Amerika

ternahm Colombo seine dritte Reise, aus welcher er Trinidad, die Mündung desOrk-noco, sowie das feste Land von Südamerika entdeckte. Dessenungeachtet wurdeder neugefundene Erdtheil nicht nach ihm, sondern nach dem ehrgeizigen FlorentinerAmerigo Vespucci genannt, welcher zu derselben Zeit nach Westindien, und 1501an die von dem Portugiesen Pedro Alvarez Cabral entdeckte Küste von Brasilienkam. Colombo endigte sein Leben, nachdem er auf seiner vierten Reise 1502 die Hon-durasküste und den Isthmus von Panama untersucht hatte, in schmachvollem Ge-fangniß. Die Erforschung von Neufundland verdankt man dem unerschrockenenGaspar de Cortoreal. Schon 1506 wurde diese Insel von den Franzosen JeanDenis und Comart aufgenommen, und 1507 Jucatan durch Pames Pinzon undDiaz de Solis bekannt. Ponce de Leon entdeckte 1512 Florida. Drei Jahre spaterlandete Ioh. Grijalva an der Küste von Neuspanien (Mexico), das Ferd. Corte;1519 — 20 eroberte. Die Südspitze des Eontinents wurde 1520 durch denPortugiesen Hernandez Magelhaens, der zuerst durch die nach ihm benannte Meer-enge und um die Welt segelte, aufgefunden. Pizarro erschien 1526 in Peru, dessenUnterwerfung ihm jedoch erst 1531 gelang. Wahrend Sebastian Cabot Paraguayentdeckte und die augsburgischen Kaufleute Welser von Venezuela Besitz nahmen, fan-den Bezerra und Grijalva 1533 Californien, welches Land die Spanier Guzmanund d'Ulloa naher untersuchten, entdeckte Jacques Cartier Canada und die Mün-dung deS Lorenzflusses, sowie Diego de Almagro Chile und Pedro de Mendoza dieLander am Platastrome. Vier Jahre nachher eroberte Fernando de Soto Florida,und selbst die Nordwestküste von Amerika wurde durch die golddurstigcn Spanierbis zum Cap Mendocino untersucht, der Maranhon von Orellana beschisst. Erst20 Jahre spater fand der Mönch Andr. Urdanietta die Beringsstraße, und derGrieche Fuca (ApostolosValerianos) die Straße, die durch den Königin-Charlotten-Sund in das stille Meer führt. Nimmt man die von dem Franzosen Roberval inCanada gegründete Colonie aus, so gebührt der Ruhm der ersten BekanntmachungAmerikas den Spaniern und Portugiesen allein. Zwei Hottander, Jak. vanHeems-kerk und Ioh. Com. Nyp, entdeckten 1596 Spitzbergen. Erst nachdem durch dieEntdeckung der östlichen Fahrt nach Archangelsk die Thatigkeit der Briten gewecktwar, gingen auf Befehl der großen Elisabeth zwei kleine englische Schiffe unterWalter Raleigh nach Amerika und nahmen das im N. des Palimcosundes gele-gene Land, welches sie der Jungfrau-Königin zu Ehren Virginia nannten, 1584in Besitz. Schon im folgenden Jahre führte Richard Greenville eine Colonie von107 Briten dahin, welche aber, den Schwierigkeiten weichend, 1586 auf den Schif-fen des Erdumseglers Franz Drake, der Cayenne, die Küste von Guyana und die In-seln an der magellanischen Straße entdeckt hatte, wieder in die Heimath zurückkehrten.Die ersten dauernden Niederlassungen der Englander in Amerika fallen in denZeitraum von 1603 — 25. Die Untersuchungen der Hudsons- und Bafstns-bai gehören dem ersten Zehntel des 17. Jahrh. an; in ihren Namen sind die dabeithatigen Manner verewigt, sowie Davis in der nach ihm benannten Straße. Wasin Nordamerika noch zu erforschen übrig blieb, betraf das Binnenland und die Po-larlander im NO. und NW. Beide Fragen wurden erst im 18. und 19. Jahrh.,jene durch Mackenzie, Levis, Clarke, Weld, Long, Pike, Volney, Dundas-Cochrane,Beltrami, Wilson, Flint, Hardy, Ashley, Girand, Storr, Siddons, Ward undHearne; diese durch Cook, Behring, Phipps (Lord Mulgrave), Scoresby,Roß, Buchan, Wrangel, Anjou, Parry, Lyon, Franklin, Richardson, Beecheyund Graah gelöst. (S. En tdeckungsr eisen.) Die nähere Kenntniß Süd-amerikas verdankt man außerdem theilweise schon genannten Spaniern und Por-tugiesen, besonders einem Diego de Roxas, Garcia de Lerma, Diego de Ordcz,Juan de Ayoba, Domingo de Jrala, Juan de Goray, welcher Chaco begrün-dete, Jacques Lemaire, der 1615 die nach ihm benannte Straße auffand,

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