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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
71
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Nepcsangs, Ottawes, Jroquois-Chippeways, Muskonongle und Messissaugers;Allgonkinen längs dem Lorenzflusse in Neuschottland; die Mohikans lMotieakun-nevvs), wozu 10 verschiedene Stämme gehören; die Irokesen am Eric- und On-tariosee, zu welchen, außer den Huronen, noch die Mohawker, Oneider, Senecaer,Cayuger, Onondager und Tuscaroras zurechnen sind; die Nadowessier, auf derWestseite des Mississippi; die Osagen am Flusse gleiches Namens ; dieOttogamenund die Sakis auf der Ostseite des Missisippi; die Arrapahays am Kansas; dieSioux am Missuri; die Mandanen zwischen dem Missuri und Mississippi; dieApachen mit einer Menge stammverwandter Ansiedler. In Westindien ist diecaraidische Abstammung vorherrschend. Zu den Ureinwohnern Südamerikas abergehört vor allen der große Stamm der kupferfarbigen Peruaner, deren gegenwar-tige Erniedrigung eine Frucht spanischer Bigoterie und Ränkesucht ist. Die äu-ßerlich sich zur katholischen Religion bekennen, heißen?ick«!es, diejenigen hingegen,welche noch den Lehren der Jnkas folgen, vm-barus. Die auffallendsten Stamm-vcrschiedenhciten bilden außer diesen die Botokuden, Patagonen und die Bewohnerdes Feueclandes. Die größte Anzahl von Südamerikas Bevölkerung besteht ausMischlingen von allerlei Gattungen, welche aus den sich durchkreuzenden Ehen vonEuropaern, Indianern, Negern und deren Kindern hervorgehen. Die Spanierzählen 11 Abstufungen derselben, nämlich: Kestens, Kinder eines Europaers undeiner Indianerin; Hnurteroues, Kinder eines Europäers und einer Mestiza;0c!iuvotte5, Kinder eines Europaers und einer Quarterona; kulcllueles, Kindereines Europäers und einer Ochavona (die Kinder eines Europäers und einer Pul-chuela gleichen schon den Spaniern); Nuluws, Kinder eines Europäers und einerNegerin; Humteroues, Kinder eines Europäers und einer Mulattin; Saltatrss,Kinder eines Quarteron und einer Europäerin; O-Usiim Alulaws, Kinder einesMulatten und einer Indianerin; Ctimos, Kinder eines Calpan Mulatten und einerIndianerin; oder alle von Schwarzen und Indianerinnen er-

zeugten Kinder. Unter dem Namen Creole oder Oiollos begreift man alle von eu-ropaischen Altern in gesetzmäßiger Ehe abstammenden Bewohner Amerikas. DieseVölker und Mischlinge haben sich zwar aus ihrem anfänglich rohen Zustande nochnicht ganz herausgewunden, doch sind die meisten ihrer Stämme, besonders inNordamerika und auf den Antillen, in der Gesittung merklich vorgerückt.

Das Verdienst, Amerika zuerst in die Erdkunde eingeführt zu haben, gebührtunstreitig dem großen Genuesen Cristoforo Colombo, oder wie er sich später inSpanien nannte, Colon, der nach vielen Gefahren am 7. Oct. 1492 das EilandGuanahani, eine der Bahamainseln, entdeckte, sie zum Andenken an seine RettungSan-Salvador nannte und von da aus bis Euba und Hispaniola oder San-Do-mingo(das heutige Haiti) vordrang. Die erste Auffindung aber fällt schon — wennman Plato's Atlantis immerhin für nichts Anderes als ein bloßes allegorischesGemälde der damaligen Sitten und Regierungsform annimmt — in die dunkleZeit des Mittelalters. Es waren Normänner, welche schon 895 von Island ausdas Nordpolarland Grönland entdeckten. Unter Erich dem Rothen 982 gingen Is-länder dahin ab und verpflanzten das Christenthum auf den von Eis umlagertenestlichen Küstenrand. Nun folgten Entdeckungen auf Entdeckungen. Der Islän-der Biörn fand 10.01 in südwestlicher Richtung Winland. In der Folge unter-nahmen die Brüder Niccolo und Antonio Zeni in den Jahren 1388 und 1390 eineFahrt in den nordatlantischen Ozean, wurden an das räthselhafte Frieslanda (wahr-scheinlich die Faröer) verschlagen, und sahen darauf einen Theil von Nordostamerika,welches sie Drogno nannten (Neuschottland). Auf einer zweiten Fahrt entdeckteColombo 1495 die Caraiben und 1490 Puerto-Rico undJamaica. Gleichzeitig fandder Venetianer Giovanni Caboto die Küste von Labrador. Der in britischen Dien-sten stehende Sebastian Cabot betrat 1497 Neufundland. Ein Jahr darauf un-