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suls eine beträchtliche Summe zahlen-, Spanien entrichtete ebenfalls bei dieser Ge-legenheit beträchtliche Geschenke; Ostreich mar durch die Vermittlung der Pfortevon allen Tributen und Geschenken befreit worden; England hingegen machtebei jedem Wechsel des ConsulS dem Dey ein Geschenk von 660 Pf. St.; densel-ben Vertrag waren bald nachher die Vereinigten Staaten von Nordamerika mitdem Dey eingegangen; Hanover und Bremen zahlten, durch Englands Vermit-tlung, ebenfalls nur Eonsulargeschenke; Schweden und Dänemark bezahlten jähr-lich einen Tribut, der in Kriegsmunition bestand, ungefähr 4000 Piaster anWerth, überdies entrichteten diese Staaten alle zehn Jahre, bei der Erneuerung desTcactats, ein Geschenk von 10,000 svan. Piastern, ohne die Geschenke, welcheihre Consuln beim Antritte ihrer Stellen dem Dey zu machen verpflichtet waren.Auch an die Beherrscher von Tunis uno Tripolis wurden von mehren europäischenStaaten Geschenke, aber kein Tribut entrichtet. Die Lage des algierischen Gebietsgewahrt nicht nur die größten Vortheile für den Handel auf dem mittelländischenMeere und mit den Binnenlandern Afrikas, sondern ist auch an sich in militäri-scher Hinsicht wichtig. Denn die Küsten erschweren von allen Seiten das Ankamden und sind wahrend des größten Theiles des Jahres unzugänglich, oder wegen derunbeständigen und stürmischen Winde gefährlich. So gesichert nun in militäri-scher Hinsicht der Besitz der Küste für die Franzosen zu sein scheint, so wenig istdies der Fall mit dem ruhigen Besitze des Landes. Denn es fehlt noch viel, ehe dieNachbarverhaltnisse mit Marocco, welches Frankreichs Nähe mit feindlichen! Augeansieht, friedlich geordnet, ehe die wilden Bergstämme in Titel und Eonstantinean einen friedlichen Verkehr mit Algier gewöhnt, ehe die Verbindungen mit Bonaund Oran zu Lande durch gute und sichere Straßen hergestellt werden. Besitzenaber auch, darf man fragen, die Franzofen zu solchen lang sich hinziehenden Un-ternehmungen, als die Einrichtung einer Colonie ist, jene Beharrlichkeit, die allesFeindselige klug vermittelt, die alles Hemmende verständig beseitigt, die Much unoEinsicht mit Festigkeit und Gedulo vereinigt? Schon läßt England in italieni-schen und deutschen Blättern Winke geben, daß es einen Plan misbilligt, welcherzum Nachtheile der britischen Handelssuprematie im mittelländischen Meere durchA. einen ncbenbuhlerischen Punkt für Malta aufstellen will. Es scheint dagegendie Wiedereinsetzung des Deys in den Besitz des ihm entrissenen Landes oder einegemeinschaftliche Verwaltung desselben mit Theilnahme der vorzüglichsten euro-paischen Seemächte anzurathen. ch Möge Rovigo für A. werden, was einstLabourdonnaye für Jsle de France war, und Frankreich nicht, wie es seit Bren-ners bis auf Napoleon der Fall gewesen, nur für Andere seine Eroberungen gemachthaben! — Aus der überaus reichen Literatur von A. nennen wir nur die wichtigstenSchriften: Shaw's änns Ire regence d'^lAcr" (a. d. Engl, mit An-
merk, nach einer Karte von I. Mac Carthy, Paris 1830, 2 Bde.); (I. A. Freih.von Rehbinder's) „Nachrichten und Bemerkungen über den algierischen Staat"(Altona 1T98—1800, 3 Thle.); Tonnies' „Mercantilisch-geschichtliche Dar-stellung der Barbareskenstaaten" (Hamburg 1826); Will. Shaler'säo 1'ätat 3'AIgchr, consieiere snus Ics razpz)«! ts zivliticpres, üistoiMues et civiE"(Boston 1826; aus dem Engl, von Zk. Bianchi, Paris 1831); Nenaudot's,/IAbleau ein ro ^nume, ele Irr viile (l'^lgchr et cle ses environs etc." (5. A. Pa-ris 1831); des Chef d'Escadron Fernel „(mmpnAim 6'AiiMne en 1830"(2. A. Paris 1832); Juchereau de St.-Denys' „Ecnsitlärations statist-c^ues,Instoi-ihues, militaires et ^oliti^ues sur In reZence ^ AIZer" (Paris 1831, mit
Der „IVIesssgsr lies cliamdees" behandelte diesen Widerspruch als ein grundlo-ses Gerücht; die sardinische Regierung habe blos dem von Frankreich in Algier ein-geführten Zolltarif widersprochen, weil derselbe die früher herkömmlichen Handels-rechte der genuesischen Flagge an den Küsten der Barbareskenstaaten beschränke.