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Erster Band (1832) A bis E
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Alexius Friedrich Christian

len, um den Nachteilen schwankender Getreidepreise zu begegnen, große Bedenk-lichkeiten sich erheben. Schon die Einteilung und Zutheilung des Antheils derErnte bemerkte man, habe viele Schwierigkeiten, welche, wenn nicht eine Parteiunbedingt darüber entscheide, wie es doch nicbt geschehen dürfe, wenn beide Ver-tragschließende freie Leute seien, zu hausigen Streitigkeiten Anlaß geben würden,und auf der andern Seite müsse durch die vorgeschlagene Art der Arbeitslöhnungdie Mühe des Empfangs, der Aufbewahrung und des Umsatzes der Bodenerzeugenisse sehr vermehrt werden. Die Vortheile des neuen Wirthschaftsplans, setzt«man hinzu, seien auch nicht so einleuchtend, als die Vertheidiger desselben glauben.Der gemeine Landarbeiter werde dadurch im Ganzen eher mehr einbüßen als er ge,Winne. Bei fallenden Getreidepreisen könne er für den Überschuß über den Nah«

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rungsbedarf weniger anschaffen, als ihm, nach dem Mittelpreise berechnet, zugedachtsei, und wenn er bei steigenden Preisen mit dem gewonnenen Gelde mehr als seinenBedarf bestreiten könne, so würde es ihm auch bei Geldlöhnen daran nicht gefehlthaben, da bei steigenden Preisen, wenn sie nicht aus Misernten herrühren, dieNachfrage nach Arbeit sich vermehre und derArbeitslohn steige. Das Ergebniß die-ser Erörterungen war, daß der empfohlene Wirthschaftsplan nur in einzelnen Fallenmit Vortheil ausgeführt werden, keineswegs aber als allgemeine landwirthschaft-liche Regel gelten könne, und die Zeit scheint diesen Ausspruch bestätigt zu haben.Vgl. des Staatsraths von Jakob gründliches Urtheil über diese Angelegenheit imLit. Conv.-Blatt", 1824, Nr. 89 91.

Alexius Friedrich Christian, regierender Herzog zu Anhalt-Bern-burg, geb. auf dem Schlosse Ballenstadt den 12. Jun. 1767, machte in seiner Ju-gend mehre Reisen, z. B. 1784 nach Paris, vermahlte sich 1794 mit der ältestenTochter des Kurfürsten von Hessen-Kassel, Wilhelms I., und gelangte nach dem Todeseines Vaters am 10. April 1796 zur Negierung, in einem verhängnißvollen Zeit-punkte und unter schwierigen Verhältnissen. Auch der Kurzsichtigste konnte nichtverkennen, daß dem deutschen Reiche, welches bisher die Erhaltung der kleinen fürst-lichen Staaten geschützt hatte, eine wichtige Veränderung bevorstand, welche durchdie Vergrößerungssucht der größern Staaten beschleunigt wurde. Die bernburgi-schen Länder waren unter der dreißigjährigen Negierung des Fürsten Friedrich Al-brecht durch verschwenderische Hofhaltung und durch die Neigung zu weitaussehen-den, kostspieligen Bereicherungsentwürfen sehr verschuldet worden. Der neue Re-gent suchte diesem Übel, ohne Abgabenbelästigung seiner Unterthanen, durch Ord-nung und Sparsamkeit abzuhelfen, während er durch Theilung der Länder der aus-gestorbenen anhalt-zerbstischen Linie die Ämter Koswig und Mühlingen gewann,1806 vom Kaiser Franz II. für sein Haus die herzogliche Würde erhielt und imfolgenden Jahre dem Rheinbünde beitrat. Nach dem Aussterben des anhalt-bernburg-schaumburgischen Mannsstammes, einer Nebenlinie, siel ihm (1812)nach mehrjährigem Rechtsstreite das Amt Hoym zu. Er trennte sich 1818 vomrheinischen Bunde, besuchte den Congreß zu Wien, trat 1815 dem deutschen Bunde,und 1817 der heiligen Allianz bei. Von seiner Gemahlin, die ihn zum Vaterzweier Kinder, der mit dem Prinzen Friedrich von Preußen vermählten PrinzessinWilhelmine Louise und des Erbprinzen Alexander Karl, machte, trennte ersieh 1817.Indem der Herzog während seiner Regierung die von außen drohenden Stürmedurch richtige Würdigung der Zeit beschwichtigte, geschah für sein Land viel Preis-würdiges. Die überkommene Schuldenlast wurde vermindert, und mit jedemJahre der Zustand des Staatshaushaltes verbessert; die Sparsamkeit hatte aberihre Grenzen, sobald Beförderung der Landeswohlfahrt es erheischte. Verbesserungaller polizeilichen Anstalten, Anlegung von Magazinen für die Nothzeit, Dorf- undGesindeordnungen, Beförderung der Landescultur und des Ackerbaues, Ablösungder Frohn- und Spanndienste wie der Zehnten, Bepsianzung der Anger und Wege

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