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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
47
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. . Akjerman 47

j, ' ^ ^leA ' ^ oder druckt. Dle Einkünfte, die das verderbliche Monopolsystem dem Pascha liefert,! ^ wurden durch die Kriegsrüstungen erschöpft, welche die Theilnahme an dem Kampfe

/ W gegen die Griechen nothwendig machte. Das Heer war nach Planat zu Anfange des

Jahres 1828 auf 55,000 Mann angewachsen, und die Schiffsbauten verschlan-gen große Summen. Der Landbau verfiel, und die Noch des Volks stieg durch^ -sGz^?' vermehrt Aushebung und erhöhte Abgaben. Die Entwürfe der französischen Re-NH."' gierung gegen Algier veranlagten auch den Pascha, sich zu rüsten, nicht fowol, weil

ihn die Antrage der französischen Negierung, an dem Kampfe Theil zu nehmen, ge-iz^ ? ^ ^ lockt hatten, als um sein Land bei jeder Wendung der Ereignisse schützen zu können.

^ Die Besetzung der Insel Kandia (1830) foderte neue Anstrengungen. In solchen

^ ^ Düser M Finanznöthen nahm der Pascha seine Zuflucht zu dem Mittel, die Landeserzeug-nisse im Voraus oder mit bedeutendem Verlust zu verkaufen, um seine Eassen^NerßeürM'.'. schnell .zu füllen, so sehr der Handel dadurch litt.

7! Presch,',^ ^^lNU Ägypten hat eine Volksmenge von beinahe .3 Mill., ohne die in den benach-barten Wüsten gelagerten, dem Pascha unterworfenen Beduinen, die ihm beson-ders Reiterei liesern. Die übrigen ihm gehorchenden Lander sind: Dongola, Sen-. naar und Kordofan, oder das nubische Gebiet jenseit der Katarakte bis an die

Grenzen von Dar-Fur und Habesch; die Landschaft Hedschas mit den heiligenStädten Mekka und Medina, und die Insel Kandia, die 1830 durch einen Fer-es MsiihreBGW man der Pforte mit dem Paschalik Ä. vereinigt wurde, obgleich die Statthalter von^ Kandia und Rettimo dem Sultan unmittelbar verantwortlich bleiben sollten. Das

M nubische Gebiet steht unter einem Militairgouverneur, der 1826 einen französi-

- sehen Lehrer und einen Wundarzt mitnahm, und von dem Pascha den Befehl er-,/? iW die K hielt, Spitaler anzulegen und den Ackerbau zu befördern. An eine geordnete Ver-

waltung ist in diesen abhangigen Gebieten noch nicht zu denken, wo nur Willkür-M M üe KchG Mk Herrschaft waltet. Der Kriegszug nach Syrien, den Mohammed Ali unter dem Vor-Mm Mm, Mi wände, die in diesem Lande ausgebrochenen Unruhen zu stillen, im October 1831nd sMr MjsMM, A- unternahm, hat die Pforte zu Erklärungen veranlaßt, die ihre Besorgnisse gegenl Z Wa m!> kiii M die Absichten des ägyptischen Machthabers verrathen. Sein Sohn Ibrahim PaschaMdieWch verließ Ä. mit einem Heere von 25,000 Mann und einem zahlreichen Geschwader,md üi MMül "nd rückt siegreich gegen den Libanon vor. Hat der Pascha die Absicht, das schwache M mW Band der Abhängigkeit, das ihn noch an die Pforte knüpft, völlig zu lösen, wie es. " «mM mdüi s^"e seitherigen Unternehmungen, trotz aller Unterthänigkeitsbetheuerungen, verra-MWM«! ihen, so muß der Besitz Syriens ihm wichtig sein, um in dem, das Land durchzie-M M henden Gebirge seinem Staate eine sichere Grenze zu geben. War dies, doch diessühmdM'!' ^ ^ Politik aller unabhängigen Beherrscher des Nillandes! Die Losreißung Ä.'s vomosmanischen Reiche muß eine entscheidende Veränderung in dem Zustande des Lan-tt die^tviNz>äl-^''" des herbeiführen. Die Umwandlung Ä.'s ist schon jetzt weiter gediehen als diedurch Mahmud (f. Bd. ?.) in der europäischen Türkei versuchte Umbildung,weil die Lage des Landes mehr geschützt ist und der Charakter seiner Bewohner demUnternehmen günstig war. Wird, was Mohammed Ali begonnen, Wurzel fassen,H.'in 1b oder was allein sein Werk war, mit ihm untergehen ? Die Lösung dieser Frage

'''I'-'M hängt größtenteils von den nächsten Schicksalen des Landes und von dem Um-

- "stände ab, ob diese eine Verschmelzung der beiden jetzt gesonderten Volksstämme be-

' günstigen werden. Wird Ä. ein unabhängiger Staat, werden die herrschenden Os-llt manen nicht mehr wie seither durch Zuwachs aus der Levante ergänzt, so wird ihr

Stamm wahrscheinlich erlöschen, da die Türken in Ä. meist in unfruchtbaren Ehenleben, und der kräftige arabische Stamm, durch Mohammed Ali's Einrichtungen; Md ^ jej' s herangebildet, wird seine Unabhängigkeit erringen können. Eine Quelle der neue-

n'N.'l strn Geschichte Ägyptens bis 1828 ist I. Planat'sHistoire de la reAenerution

de 1'L^pte" (Paris 1830).ä Akjerman (poln. Bialogrod, deutsch Weißenburg), Stadt von 13,000