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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
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Afrika

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Einwohnern an der Küste Sierra Leone bestätigt fand, stießt bei Medma zwischensanften, mit hohen Waldungen bekränzten Hügeln an mehren Städten vorbei, undwässert tiefer hinab eine ungeheure, ziemlich gleichförmige, aber fruchtbare Ebene,in deren Mitte die englische Factorei Pisania liegt, bis er sich unterhalb dem FortSt.-Iames in einer Breite von sechs Stunden in das atlantische Weltmeer ergießt.Der Rio Grande, auf der Fullahterrasse im Reiche Trembo entspringend, stürztsich unter dem Namen Dungo oder Dunso (nach Golberry Donzo) in bedeutenden,weithinrauschenden Wasserfällen durch die Kette von Grenzgebirgcn der Sierra-Leone-Küste zu. Über die Quellen, den Lauf und die Mündung des Niger oderDscholiba (d. h. das große Wasser, bei den Negern auch Quorra genannt), den vormehr als 2000 Iahren schon Herodot als von W. nach O. fließend beschrie-ben, dessen Dasein aber die Folgezeit geleugnet hat, soll nach Mungo Park's Er-kundigungen in der Gegend von Sankari im S. der Mandingoterrasse, auf demBerge Loma, unter dem 11° N. B., ungefähr wie der Nil in Abyssinien, entsprin-gen. Sowol Quelle als Mündung dieses räthsclhaften Stromes sind, auch nach-dem der Mittellauf von seinem unglücklichen Entdecker (Mungo Park) 1805zum zweiten Male wieder erreicht worden, bis 1830 unbekannt geblieben, woes den Brüdern Richard und John Land er (s. d.), von denen jener schon alsDiener des verdienstvollen Clapperton (s. d.) 182528 in Afrika war, aufdem Niger sich einzuschiffen und die Mündung im Meerbusen von Benin zu errei-chen gelang. Schon 1802 hatte Reichard eine Ahnung hiervon, und Denhamund Elapperton haben auf ihre Erkundigungen und auf übereinstimmende Aus-sagen der Eingeborenen jener Länder die Vermuthung gegründet, daß der bei Tim-buktu vorbeifließende Strom, der Dscholiba, von dieser Stadt südöstl. in der Rich-tung nach Nyffe laufe, sich dann nach S. und SW. wende und endlich in denMeerbusen von Venin ausmünde. Der Zaire soll aus dem See Aquilunda, süd-lich vom Äquator, unter dem Namen Barbola hervorbrechen, sich mit dem Vambreund Bancaor vereinigen, den Katarakt von Sundi bilden, und unter dem NamenEongo Hh in das äthiopische Meer ergießen. Der weiter nach S. strömendeCoanza kommt aus dem Innern des Landes und mündet ebenfalls in das äthiopi-sche Meer. Im S. von Afrika ist das vor 50 Iahren noch fast ganz unbekannteStromgebiet des mächtigen Oranjeflusses vorherrschend. Dieser von Gordon17 77 zuerst entdeckte Strom, dessen Lauf späterhin Patterson, Truter, So-merville, Ianssens, Lichtenstein, I. Campbell und Thompson weiter erforscht ha-ben, entspringt an der Ostgrenze der Hochterrasse der Bosjesmanncn, in der nochunbekannten Scheitclfläche des hohen Plateaus im N. der Schneeberge, welche dasKaffernland von der Hochterrasse scheidet und wahrscheinlich viele hohe Berggipfelträgt. Vier Quellströme fließen von O. nach W. Der Malalareen, der gelbeFluß, der Alexander und der Craddock vereinigen sich unter dem Meridian der Al-goabai in ein Strombette, wo der Oranje schon so breit ist als die Themse bei Lon-don. Von Felsenge zu Felsenge sich drängend, die hier und da als gewaltige Erd-spalten erscheinen, soll er sich, von Pella aus gegen W. fließend, im Sande verlie-ren, ehe er die Küste des Meeres erreicht, nach Andern aber bei dem Cap Volta indie See ausströmen. Auf der Ostküste finden sich noch weit weniger große Strö-me. Der Zambosa oder Cuama, mit noch nicht erforschten Quellen im GebirgeLupata, der in vier Mündungen sich mit dem Canal von Mozambique vereinigt,ist der wichtigste. Weiter nördlich trifft man den Coavo und Quilimanci an.An Binnenseenist Afrika arm. Im Innern nennt man den Tsaad (200 engl.Meilen lang) und den Aguibunda, den Dibbi- oder Dembeasee bei Timbuktu, öst-lich davon den Bahr cl-Sudan, den Girrigi Maragasi, den Caudie, den Wangara,und noch weiter nach O. den Fittre, sowie den Zambre oder Marevi im N. des Lu-patagebirges, den Loudejah im N. und den Kerun und die Natronsccn im Nillande.

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