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Afrika
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erhebe, unter welcher Wölbung Sonne und Mond um einen kegelförmigenBerg im Norden herumlaufe, so hat doch schon Strabo die Ansicht von einemrechtwinkeligen Dreiecke, dessen Nordküste die Basis, der Nil bis zur SeeküsteÄthiopiens den rechten Winkel, und die Südwestküste die Hypothenuse bilden.In der That ist die äußere Gestalt dieses Erdtheils als ein ziemlich reguläresDreieck, dessen nördlicher Theil vom atlantischen Meere bis zum Meerbusen vonSidra und bis zur Wüste ein fruchtbares Bergland ist. Es fällt dieses Hochlandschroffer nach dem Meere als nach dem Binnenlande ab; westlich reichen die Ge-birge hart bis an den atlantischen Ozean und tauchen hier als Felsenklippen unter;östlich verflachen sie sich schon vom Alpenlande Habesch an und verlieren sich beidem Delta des Nilstroms; im Süden fällt die Grenze des Hochlandes in seinenterrassenförmigen Absätzen mit der Meeresküste zusammen. Sowie Hochasi'en sei-ner Längenerstreckung nach gegen Westen in die Flächen des Aral- und kaspischenSees und in die benachbarten Steppen, so senkt sich auch Hochafrika gegen Nordenin die Ebenen von Darkulla, Melli, Wangara und Bergheme hinab, sodaß Nord-asrika im Gegensatze von Südafrika ein wahrhaftes Flachland zu nennen ist.Ringsum ist der Saum dieses Hochlandes theils mit fruchtbaren und bevölkertenSandflächen, theils auch mit dürren Sandwüsten umgeben. Nur an verhältniß-mäßig wenigen Stellen wird der Rand dieses Gebirgsstocks von strömenden Was-sern durchbrochen. Ja es scheint, daß nur an seinem Nordabhange die Hauptguel-len der größern Flüsse liegen, und daß die Ströme zweiten und dritten Ranges nuraus den Seitenftufen der Gebirgsketten ihren Ursprung nehmen. — Die bekanntenGebirgszüge sind: Der große und kleine Atlas, jener mehr südlich, dieser der Küstesich nähernd. Das Nilland ist von zwei großen Ketten eingeschlossen, im O. vomarabischen (Mokattam), und im W. vom libyschen Gebirge. Nach Vereinigungdieser beiden Züge steigt der Gibbel Heikel Masur (Berg des gemalten Tempels),Gibbel Addeheb (Goldberg), Gibbel al-Komr (Mondgebirge) empor, dessenHauptstock unter dem 50° der Länge zu liegen scheint. Die an der Ostküste vonN. nach S. hinlaufenden Gebirgszüge haben den Namen Lupata uD Spinurnunüi (Weltrücken). Ganz im S. treffen wir die Schneeberge, die Magaaga oderEisenberge, die Karrenberge, die Nieuweveldberge, Chaminsberge, Koperberge (erstseit 1777 und 1778 durch Gordon und Paterson den Europäern bekannt) und dieZwarteberge an, welche alle ihre Zweige mehr oder weniger nach dem Vorgebirgeder guten Hoffnung hin ausbreiten, außer welchem noch im O. vorzüglich das CapGardafui bedeutend hervortritt. — Von den Slrö m'en verdient vor allen der imgrauen Alterthume wie in der Jetztwclt gleich berühmte König der Flüsse, der Nil,unsere Aufmerksamkeit. Der westliche Arm, Bahr-el-Abiad (weiße Strom), deraus vielen Quellen der Mondgebirge hervorbricht, vereinigt sich bei Golfeia nördlichvon Schilluck mit dem Vahr-el-Azrek, welcher aus dem Lande der Agows kommt.Nach Vereinigung dieser beiden Hauptarme strömt der Nil, mehre Katarakte bil-dend, vom 16 — 80° N. B. in einem Bette bis Batu el-Bakara fort, wo ersich wieder in zwei Arme trennt, deren nordwestlicher bei Rosette in das Mittelmeecmündet, wahrend der stärkere Fluß erst bei Damiette dasselbe erreicht. Auf diesemWege findet er zuerst die weite Wüste (Nubien), tritt aber dann bei «syene in dasTell,— so heißt das fruchtbare Nilthal nördl. von Syene im Gegensatz der Wüste.Der Senegal, auf der Hochterrasse von Madingo entspringend, nimmt den Ba-sing (schwarzen Strom), Kokora (Strom der Gefahr) und den Faleme (Goldfluß)auf, bricht sich mittels vieler Stromschnellen seine Bahn nach Nordwesten, theiltsich in mehre Arme, deren breitester seinen Lauf gerade nach W. nimmt, bei Serin-pate aber sich plötzlich wendet und bei Saint-Louis südwärts dem Ozean zueilt.Der Gambia, dessen Ursprung nach Mungo Park 20 geogr. Meilen im W. vonder Quelle des Senegal entfernt liegt, welche Meinung auch Afzclius von den