'?.^,sÄU
lbm, eMRHünziM^MUPdtNT
^einU UrsjchD^MHeVcrchib.
ÄüeSMt.Ui!AllÄ
Würm; drr PmtjEllM ^
DüNch^
^ÄkHch!
te'Hzwiieill5 Meist-»)jegezozcn,^.j,^rrM
^ ?>s°^
rtvo-B'
G^'.„i. »i5
A'drianopel (Einnahme und Friede von)
2Z
für alle mit der Pforte befreundete Machte ausdrücklich bedungen. Nack) dem 8.Art. sollte die Pforte dem russ. Handelsstande für feine seit 1806 durch dieMaßregeln der Pforte erlittenen Verluste binnen 18 Monaten als Entschädigung1,500,000 Holland. Dukaten und überdies eine noch zu bestimmende Geldentscha-digung für die von Rußland aufgewendeten Kriegskosten zahlen. Das politischeDasein Griechenlands (s.d.), von Rußland gemeinschaftlich mit den allikrtenMachten England und Frankreich bestimmt, ward im 10. Art. unbedingt von derPforte anerkannt, indem sie dem Pacisicationsvertrage vom 6. Jul. 1827 und derActe vom 22. Marz 1829 beitrat. Rußland versprach in Folge der Erfüllung dergenannten Bedingungen die besetzt gehaltenen türkischen Provinzen zu räumen;doch sollten die von Seiten Rußlands getroffenen Verwaltungsmaßregeln ohne ir-gend eine türkische Einmischung bis zur Räumung in Kraft bleiben. Endlich wurdeeine Amnestie für Alle, welche sich für die eine oder die andere der kriegführendenMächte erklärt hatten, bekannt gemacht, und den gegenseitigen Unterthanen eineFrist von 18 Monaten gesetzt, binnen welcher sie mit ihrer Habe frei auswandernkönnten. Sämmtliche Kriegsgefangene wurden gleich nach der Ratification ohneAuslösung freigegeben.— Die an demselben 14. Sept. unterzeichneten Sepa-ratartikel betrafen die Befestigung einer dauerhaftem Grundlage der Verwaltungder Moldau und Walachei, als der Tractat von Akjerman gewährt hatte. Nach den-selben sollten nun die Hospodare beider Fürstenthümer nicht mehr auf sieben Jah-re, sondern aus Lebenszeit eingesetzt, in der innern Verwaltung der genanntenFürstenthümer sollte nur ihr Divan zu Rathe gezogen werden, kein benachbartertürkischer Befehlshaber aber sich fortan mehr einmischen. Der Thalweg der Donausollte beide Fürstenthümer von dem türkischen Gebiete scheiden, die Pforte aberjeden befestigten Punkt auf dem linken Donauufer ausgeben und allen muselmän-nischen Unterthanen verbieten, sich auf jenem Ufer niederzulassen. Den schon aufjenem Ufer wohnhaften Türken wurde daher befohlen, binnen 18 Monaten ihrGrundeigenthum an Eingeborene zu verkaufen. Für die auf den Donauinseln undsonstwo anzulegenden Quarantaineanstalten sollten besondere Wächter angestelltwerden; auch mußte die Pforte dem Rechte entsagen, ihre Donaufestungen unddie Hauptstadt aus den Fürstenthümern verproviantiren zu lassen, und Frohndiensiezu Festungsarbeiten zu requiriren. Dagegen sollen die Fürstenthümer außer demjährlichen Tribute (Kharadsch und Jdlye und Rekiabye in Gemäßheit dxs Hatti-scherisss von 1802) der Pforte eine noch zu bestimmende Geldentschädigung zahlen,auch eine dem jährlichen Tribute gleiche Summe beim Tode, der Entsagung oderAbsetzung der Hospodare entrichten. Den Bewohnern der Moldau und Walacheiwurde eine vollkommene Handelsfreiheit für alle Erzeugnisse ihres Bodens und ih-res Gewerbffeißes zugestanden, und die Pforte mußte auf den zu zahlenden Tributvolle zwei Jahre nach Abzug der russischen Truppen aus jenen Gegenden verzichten.Die Pforte ernannte jetzt, nachdem die Auswechselung der Ratificationen am 28.Oct. in Adrianopel erfolgt war, Halil Pascha (Adoptivsohn des Seraskiers Khos-rew Pascha) zum außerordentlichen Botschafter in St.-Petersburg, und gab ihmden Nedschib Effendi als Botschaftsrath mit. Beide gingen mit einem glanzendenGefolge und reichen Geschenken im Dec. 1829 über Odessa nach St.-Petersburg.Die Pforte hoffte dadurch den Erlaß oder Nachlaß einiger Bedingungen zu bewir-ken; allein blos an der Kriegskosten-Entschädigungssumme von 10 Mill. Dukatenwurden in Folge der Convention zu Petersburg vom 15. Mai 1830 der Pforte3 Millionen erlassen, und die Zahlungsfrist verlängert. ^Überhaupt war die Voll-ziehung des Friedens von Seiten der Pforte mit vielen Schwierigkeiten verbunden.Der Pascha von Skutari, Mustapha, hatte seine Streitkräfte mit denen des Pa-scha von Widdin vereinigt, und wagte es, mit 30,000 M. im Rücken der russ.Armee, von Sophia aus, am 10. Oct. angrisssweise gegen Adrianopel vorzudringen.