110 Astronomie. Cap. II.
von wenigen Graden an seinem unteren Thcile, wodurchman eine große Lange des Radius und folglich einsverhältnismäßige Erweiterung der Abteilungen seinesBozens erhalt. Das letztere Instrument, nämlich derTheodolit, ist hauptsächlich für die Messung horizon-taler Winkel zwischen terrestrischen Objccrcn bestimmt,wobei das Fernrohr nie mehr als einige Grade erho-ben zu werden braucht. An demselben fehlt deshalbder Vcrtikalkreis entweder ganzlich, oder er ist nacheinem kleinern Maasstabe und mitgeringerer Genauig-keit ausgeführt; wahrend dagegen große Sorgfalt ver-wendet wird, um die Ebene der Bewegung des Fern-rohrs genau perpendiculär zu erhalten, weßhalb dieHorizontalare des Fernrohres auf zwei Stützen ruht,welche den steinernen Pfeilern eincS Passagcninstrumen-tcs ähnlich sind; diese aber ruhen fest auf den Spei-chen des Horizontalkreises, und drehen sich mit demselben.
136) Das letzte Instrument . welches wir beschrei-ben wollen, ist ein solches, durch dessen Hülfe derWinkelabstand von irgend zwei Ölflecken dircct gemes-sen, oder die Hohe eines einzelnen bestimmt werdenkann, indem man seinen Abstand entweder vom schein-baren Horizonte (z. B. vom Mcereshorizonte, mitBerücksichtigung der Depression desselben), oder vonseinem eigenen, von der Oberfläche eines Quecksilber-Horizontes reflcctirten. Bilde mißt. Dieses Instrumentist der Sertant, oder Quadrant, gewöhnlich derH adley'sche genannt, weil man Hadley als denErfinder desselben angicbt, wiewohl die Priorität derErfindung ohne Zweifel Newton zusteht, dessen An-sprüche auf die Dankbarkeit des Schiffers auf dieseWeise verdoppelt werden, indem er sowohl die einzigeTheorie angegeben hat, nach welcher der Seefahrersein Schiff sicher zu leiten im Stande ist, als auchzugleich das einzige Instrument, welches benutzt wer-den kann, um diese Theorie für ihre nautischen Zweckeanzuwenden. ---)
P Newton thciltc das Instrument dem Dr. Ha lieh mit,der es unterdrückte. Nach Ha lieh's Tode fand man die