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1) Wer ein wissenschaftliches Studium beginnt, des-sen erste Bestrebung muß darauf gerichtet seyn, seinenGeist dadurch für die Aufnahme der Wahrheit empfäng-lich zu macheu, daß er über die Gegenstände und Ver-hältnisse, welche er zu untersuchen Willens ist, alle dieunreifen und übereilt angenommenen Meinungen, diedazu beitragen, ihn zu verwirren oder irre zu leiten,aufgiebt, oder wenigstens nicht mehr so fest halt; unddaß er sich für die vornrtheilsfreie Annahme jeder Fol-gerung, die auf sorgfältiger Beobachtung und logischemBeweise beruht, — sollte sie auch den Ansichten entge-gen seyn, die er früher selbst gewonnen, oder ohneweitere Prüfung von Andern erhalten hat, — durcheine Art von Anstrengung und Entschluß kräftigt. Einsolches Streben ist in der That der Anfang derjenigenintellektuellen DiSeiplin, die eine» der wichtigsten Zweckealler Wissenschaft bildet. Es ist die erste Annäherungan jenen Zustand geistiger Reinheit, die uns allein füreine volle und stete Wahrnehmung moralischer Schön-heit sowohl als physischer Zweckmäßigkeit befähigen kann.Es ist „der Angentrost und die Raute," mit welchen wir,unser Gesiebt schärfen" müssen, bevor wir die Grnnd-,üge der Wahrheil und Natur auffassen und betrachtentonnen.