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Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
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5. Der Güterbcsitz des Geschlechts

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15. Jahrhunderts ausgestorbenen Wolfen v. Schwarzenbek, welche nament-lich Schwarzenbek, Wordt und Abbendorf innehatten. Herzog Franz I.von Lauenburg (oder von Sachsen, Engern und Westfalen), gest. 19. März1581, verpfändete Schwarzenbek 1577 an Jobst v. Oldershausen. DerOrt hatte bis 1605 nur eine zur Kirche in Brunstorf gehörige Kapelle.Herzog Franz II. stattete ein eigenes Kirchspiel aus. 1628 war derOrt eingeäschert und bis 1639 wieder mit der Kirche zu Brunstorfvereignet. — Das Gut Schwarzenbek hat 802 Einwohner.

Zu Schwarzenbek gehört die Ortschaft Friedrichsruh, ein altesForsthaus, welches 1765 ein gewisser Wuppermann erkaufte. Er ver-äußerte es 1767 an den Grafen Friedrich zur Lippe. Beim Wald-teich an der Aumühle richtete sich der Graf sein Jagdhaus ein. DasGebäude, zum Wirtshaus „Waldesruh" geworden, ist noch heute vor-handen. Der Beischlag neben der Tür zeigt noch immer die Jahres-zahl 1768. Der alten Försterei oberhalb der Aumühle legte er denNamen Friedrichsruhe bei und siedelte dorthin über. 1781 starb derGraf in seinem Jagdhaus im Walde und wurde in der Kirche desbenachbarten Brunstorf beigesetzt. Die von Klopstock verfaßte Grab-schrift beginnt mit den Worten: „Edle Saat zur himmlischen Freude.Hier unter dem ernsten und stillen Volk der alten Sachsen schläft einedler Ritter von deutscher Vaterlandssitte. Treu und wahrhaft, reifzur Vollendung durch unvergängliche Saat, ging er ein als FreundGottes und der Menschen zur ewigen Heimat. Tausende von Armensetzen klagend ihre Zypressen, kindliche Liebe den Marmor." Mit demTode des Grafen kam das Jagdschloß Friedrichsruh 1781 an JeanAlbrecht Willink, 1784 an Rodde, 1785 an I. A. Willink, 1789 an Jeande Vicq Thalen, 1791 an I. D. Bätke. Im Anfang des 19. Jahr-hunderts wurde Friedrichsruh zu einem wegen seiner ausgezeichnetschönen Lage von der vornehmen Gesellschaft des benachbarten Hamburgsvielbesuchten Wirtshaus. Mit der Eröffnung der Eisenbahn wuchs derVerkehr, so daß das alte Gebäude den Schwarm der Gäste nicht mehrfassen konnte. Ein geräumigeres Haus wurde neben dem alten aufgebaut,das nach dem Geschmack jener seltsamen Zeit den italienischen Namen„Fraskati" erhielt. Ein Blitzstrahl setzte es in Flammen und einneues Fraskati erstand. Das alte strohgedeckte, in die moderne Zeit

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