Druckschrift 
Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
 

4. Die Genealogie des Geschlechts

51

und benedden mit des teuren gedruckten Sammit und den drei obenmit Martern und unten mit gedruckten Sammit, einen grünen, englischenSammit, so die Jungfrau allbereits hat, einen roten Seiden-Atlas,einen weiten Zindeldurth, mit Sammit verbremet, einen Sammit-Unter-üock und einen Damaschen-Unterrock und zwei Karteken-Unterröcke, welchedie Jungfrau bereits hat, einen Schamlot-Nnterrock und einen englischenWandt-Unterrock, einen Sammit-Mantel mit Sammit verbremet, einenDammaschen-Mantel, so sie allbereits hat, eine Haube, mit Perlen be-legt, eine Glanzbortenhaube, zwei gefütterte Hauben, zwei Hauben inSeiden und Silber, ein Barett mit Silber gestickt, ein Barett mitPerlen gestickt, ein Barett mit togem Golde, ein Barett mit Seidengestickt, 16 Betten, 12 Dune Kissen, 8 Hauptpfühle, 30 Paar Bettücheroder Laken, 30 Tischtücher, 30 Handquelen, zwei Dammaschen-Drel-tischtücher, zwei Dammaschen-Drelhandtücher, eine Dammaschendecke,eine Atlasdecken, eine Zindeldecken, Kissen und Bankpfühle."

Ehemann: (22. Oktober 1571) Christoph v. Lützendorfs,Erbschenk der Mark Brandenburg auf Klein-Schwechten.

53.

Arndt, vielleicht S. des Hans (Nr. 46) ?, Schultheiß zuBerge. Er erhält 1544 das Schulzengericht zu Berge mit drei Hufenund aller Gerechtigkeit als Lehnzinsgut vom Domkapitel zu Havelbergverschrieben. Er bezahlt dafür jährlich 40 Mk. Stendaler Silbers Pachtan das Domkapitel und muß, so oft ein Mitglied des Kapitels odereiner der Vogte desselben nach Berge kommt, nach hergebrachtemGebrauche demselben Ablager geben und Ausrichtung tun.

Gemahlin: K ath arin e D etz. Sie erhält 1544 das Schulzen-gericht zu Berge, da sie das bei der Übernahme durch Arndt ganzbaufällige Haus auf eigene Kosten aufgebaut hat, zugleich mit den zweirechten männlichen Lehenserben verschrieben.

Dieser Arndt gehört wohl einer Familie des Bauernstandes anund ist wohl nicht identisch mit Arndt zu Germerslage, welcher21. März 1548 dem Bürger Ludwig Kratz zu Stendal 100 Guldenvorgestreckt hat und 6. August 1574 in einen Rechtsstreit mit Joachimv. Rengerslage verwickelt ist.

4 *