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vr. Gg. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck
maliger Burggebäude und ihrer Befestigungen aufgefunden worden.Eicke v. Repke in seiner Vorrede zum Sachsenspiegel „von der HerrenGeburt", geschrieben vor 1235, erwähnt die v. Bismarck nicht.Hätten sie zu jener Zeit Stadt oder Burg Bismarck zu Lehen ge-habt, daß sie Schloßgesessene gewesen, so würde er sie nicht ungenanntgelassen haben.
Auch in Pommern im Kreise Randow findet sich ein KirchdorfBismark, Filial von Retzin. Dasselbe, früher init vier Ganzbauerhöfen,welche auf zwei Vollhöfe und einen halben Hof zurückgegangen sind,mit drei Kossäten, 17 Büdnerstellen und mit 375 Einwohnern gehörte3. August 1484 mit aller Gerechtigkeit zum Schlosse Löcknitz, welchesWerner v. d. Schulenburg erblich zu Lehen empfing, und späterzu denjenigen nckermärkischen Ortschaften, welche 1818 mit der ProvinzPommern vereinigt wurden. Nach „Berghaus, Landbuch von Vor-nnd Hinterpommern" hat es seinen ursprünglich slawischen Namen durchden vom altmärkischen Geschlecht der Bismarck herrührenden eingebüßt.Die häufige Wiederkehr derselben Ortsnamen ist mit dem vom Westennach dem Osten gehenden Kolonisationszug zu erklären. Im Dienstegeistlicher und weltlicher Fürsten zogen kriegerische Scharen, denen sichzumal die jüngeren Söhne des deutschen Adels anschlossen, zum Zweckedes Christianisierens und Germanisierend über die Elbe. Mit denGütern der slawischen Edeln, welche aus Abneigung gegen das Deutsch-tum das Land verließen, wurden deutsche Mannen zur Be-lohnung für ihre tapferen Taten, zum Teil auch mit derAufgabe belehnt, das Land nach der Oder hin und über diesehinaus für die Kirche und für das Deutschtum zu gewinnen. Aufdie neuen Belehnungen übertrugen die neuen Herren, da die deutscheZunge die slawischen Namen nicht immer auszusprechen vermochte,den Namen der alten Heimat. Daher rührt die interessante Wieder-kehr altmärkischer Ortsnamen in den mehr östlich gelegenen Gegenden.Während links der Elbe, wo das Land zu einer Zeit noch nicht fest-stehender erblicher Familiennamen unterworfen wurde, der Herr vonseinem Besitztum und der Burgmann resp. der Ministeriale von derBurg den Namen annahm (Bismark an der Biese), empfingöstlich der Elbe, wohin deutsche Kultur zu einer Zeit schon erblicher