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Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
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8 vr. Gg. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck

letztere sollen dann das Städtchen ihres Namens in der Altmark ge-gründet und später umfassenden Grundbesitz dadurch erworben haben,daß sie sich nach dem Aussterben der Grafen von Osterburg derenhinterlassenes Gebiet mit den v. Alvensleben teilten, bei welcher Ge-legenheit der Flecken Bismark in den Besitz dieser Familie gelangte.Aber kein Geschlecht des norddeutschen niederen Adels vermag andersals mit den gewagtesten Mutmaßungen seinen Stamm über das 12. Jahr-hundert zurückzuführen, denn die Wappen wurden erst mit der Zeitder Kreuzzüge, wo die aus verschiedenen Landen zusammenströmendenScharen eines äußern Unterscheidungszeichens bedurften, üblich. Eben-so kamen nach allgemeiner Annahme die Familiennamen, welche sichallmählich vererbten, erst mit dem 12. Jahrhundert auf. Bis dahinbegnügte man sich mit dem Vornamen, welchen einzelne Vertreter vor-nehmer Geschlechter den Namen ihrer Begüterung zusetzten. DerNamen wechselte oft nach dem Besitze, da galt denn das vom gehar-nischten Ritterup sinen Wapen" getragene Bild als Erkennungszeichenfür die Zugehörigkeit zur alten Sippe. Wo zwei Familien verschiedenenNamens, aber mit demselben Wappenbild auf benachbarten Güternoder auch in entfernterer Gegend, wenn diese im Verhältnis von Koloniezu Mutterland stand, sich finden, zumal wenn die Vornamen, andenen man gern festzuhalten Pflegte, übereinstimmen, ist die Zugehörig-keit zu einem Stamme anzunehmen. Die von Börstel, welche sichnach dem gleichnamigen Dorfe nördlich von Stendal nannten, führenauch wie die von Bismarck ein Kleeblatt in ihrem Wappen, nurmit dem Unterschied, daß nicht Nesselblätter, sondern Flügel aus denEcken des Wappenbildes herauswachsen. Sie sind für eine jüngereSeitenlinie des altmärkischen Geschlechts zu halten, denn sie werdenurkundlich später als die ältesten Ahnherrn der v. Bismarck genannt.Der Stifter dieser Linie, mit Börstel belehnt, ließ seinen alten Namenfallen, nannte sich nach der neuen Begüterung und vererbte diesenNamen an seine Nachkommenschaft.

Der Name Bismarck ist von dem erwähnten altmärkischenStädtchen entlehnt. Dasselbe bildete eine Zeitlang einen Sammelpunktfür die Gläubigen, indem ein nach den Chronisten 1349 vom Himmelgefallenes Kreuz viele Wunder verrichtete. Aber man soll sich um die