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Beschreibung eines Reichenbach'schen Wiederholungs-Kreises, neu construirt von F. W. Breithaupt, des Heliotropen von Gauss und des Hülfs-Heliotropen von Stierlin, nebst kurzer Anleitung zur Prüfung u. Justirung, ... dieser Instrumente : mit 3 Kupfertaf.
Entstehung
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einem weichen Hölzchen und setze die Blendung d' auf das hölzerne Stück,Fig. 15. Nunmehr nehme man einen Drath von ohngefähr einem Fuss Länge,biege diesen Hufeisenförmig zusammen und suche nach, eine Spinne, in derGrösse einer kleinen Erbse zu erhalten, setze dieses Insekt auf ein Ende desDratlis, stösst selbige nach einigen Minuten an, wo sie gewöhnlich beim Herab-fallen einen Faden spinnt, den man gleichzeitig beim Umdrehen des gebogenenDratlis in einiger Entfernung sich anlegen lässt, und untersuche vermittelst einerLoupe genau, ob diese Faden fein und ohne Knötchen sich befinden. Ist diesnicht der Fall, so muss mit einer zweiten oder dritten Spinne so lange fortge-fahren werden, bis man dergleichen Fäden nach Wunsch erhalten hat. Ausser-dem kann man sich auch der Fäden von Spinnen - Kokons bedienen, welche auGesträuchen und in Gartenhäusern anzutrelfen sind. Einen solchen Kokon zieheman etwas in die Länge, befestige an die Spitzen eines Zirkels etwas Wachsund suche auf solche Weise einen einzelnen Faden ausgespannt zu erhalten.Ist dies auf die erstere oder letztere Art geschehen, so bestreiche mau die obereFläche der Blendung mit gutem Kopalfirniss, aber doch so, dass hierbei dieKante der Oeflhuug nicht berührt wird. Sodann nehme man den Drath oderZirkel mit den aufgespannten Fäden zur Hand, lege einen Faden genau aufdie Stelle über der Oeflhung der Blendung, woselbst sich die Fädeneintheilungbefindet, und befestige denselben mit Wachs auf den beiden Seiten der Holz-fläche. Gleichergestalt wird mit dem Aufspannen der übrigen Fäden verfahren,doch muss das Ganze mit einer Kapsel bedeckt einige Stunden stehen bleiben,bis der Kopalfirniss trocken geworden ist.

Es versteht sich wohl von selbst, dass die dioptrische Axe des Fernrohrs,beim horizontalen Stande des Kreises, mit der winkelrechten Lage der Ver-ticalbewegung, und bei horizontaler Lage des Fernrohrs, mit dem Nullpunktder Nonien des Höhenkreises wieder berichtigt, und dass nach der in meinemersten Heft, pag. 8 und 9, gegebenen Anleitung verfahren werden muss.

Um die Axen des Fernrohrs, und die Stellschrauben des Dreifusses, wieauch die an den übrigen Theilen befindlichen Mikrometerschrauben vor Rost zuschützen, braucht man von Zeit zu Zeit eine blosse Reinigung, vermittelst einesfeinen doch scharfen Bürstchens vorzunehmen, und hiernächst die verschiedenenTheile des Instruments nur mit einem zuvor mit Knochenöl angefeuchteten altenStück Leinen einzureiben. Ergiebt es sich nach mehrmonatlichem Gebrauch