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Drucke iu der Fassung festgehalten wird, mit welchem man auf die genannten Stellen gedrückt hat. Damitein ungleicher Druck an den drei verschiedenen Orten ausgeglichen werde, so wiederholt man diese Arbeitnachdem schon alle drei Schräubchen fest sind, noch ein Mal, aber immer mit ohugefähr gleichem Drucke.Da demnach die vordere Fläche des Crownglases an denselben drei Stellen aufliegt, wo mittelst derStaniol-blättchen die beiden Linsen sich berühren und an eben diesen Stellen der Federriug auf die äussere Flächedes Flintglases drückt, so kanu das Objectiv, bei Beachtung der nöthigen Vorsicht, nicht schädlich gebogenwerden, wie fest es auch in seiner Fassung geschraubt Werden mag.
Sehr nachtheiligen Einfluss hat es auf das deutliche Sehen, wenn die drei zwischen die Linsen gelegtenStaniolblättchen auch nur sehr wenig in ihrer Dicke verschieden sind. Diese Blättchen haben, selbst wennman sie von einem und demselben Stauiolstreifeu neben einander lierabschueidet, immer sehr ungleicheDicke. Man ist auch nicht im Stande, sie durch Schleifen etc. genau gleich dick zu machen. Daher mussman sich immer eine grossere Anzahl zuschneiden, und sie dann sortiren, d. i. die gleich dicken heraus-suchen. Das Messen der Dicke der verschiedenen Blättchen kann, wie es sich von selbst versteht, nicht miteinem Deckzirkel u. dgl. iu den nöthigen Grad genau geschehen. Das Beste zum Vergleichen der Dickenist das Objectiv selbst. Ein Objectiv von dieser Construction giebt, wenn die sich berührenden Flächenganz rein sind, iu der Mitte einen aus Farbenringen bestehenden Flecken. Am Kande stehen dann diesezwei Flächen so weit von einander ab, als die Differenz des Sinus versus ihrer Krümmungen beträgt. Legtman am Rande zwischen die beiden Linsen ein Blättchen, dessen Dicke grösser ist, als die genannte Differenz,so wird der farbige Flecken aus der Mitte verrückt, und überhaupt um so weiter vom Blättchen entferntseyn, je dicker es ist. Man darf daher nur diese Entfernung bei jedem zwischen die Linsen gelegtenBlättchen genau messen, so findet man leicht, und in hohem Grade genau, welche Blättchen von gleicherDicke sind. Man muss dabei auf die obere Linse, zwischen dem Blättchen und den farbigen Flecken, etwasniederdriicken, damit das Blättchen beide Flächen genau berührt. Nur der Theil ac w ird, beim Vergleichen,zwischen die Gläser gelegt, weil man nur die Dicke dieses Theiles kennen soll. Der Theil ac jedesBlättchens wird, ehe man denselben misst, zwischen zwei ebenen, aber etwas rauhen harten Flächen, z. B.zwischen zwei matten Glasflächen, etwas gerieben, damit die grösseren Unebenheiten des Staniols und seineKrümmung etc. sich verlieren.
Fraunhofer.
Beim Reinigen der Oculargläser muss zuerst der vorderste Tlieil derOcularrölire c', Fig. 1, losgeschraubt werden. Mau nehme hierauf ein Glasheraus, und stelle das Röhrchen auf die Oeffnung, damit während der Reinigungder Gläser sich nicht Staub auf das Kreuzhaar ausetzen könne. Erst dann,wenn das Glas wieder eingesetzt worden, gehe man zum zweiten über undverfahre damit auf gleiche Weise. Selbst hei der vorsichtigsten Behandlungkönnen sich Staubkörnchen an das Kreuzhaar anlegen, und bemüht man sich,diese wegzuuehmen, so ist es fast nicht zu vermeiden, dass das Kreuzhaar reisst.
Dies gesprungene Haar kann aber alsbald wieder hergestellt werden,wenn man verfährt, wie folgt:
Man schraube das Ocular- und Collectivglas, so wie die Schräubchenb aus dem Rohr c' und schiebe die Blendung heraus, alsdann reinige
man die Fläche derselben und besonders die Kante der Oeffnung mit