oder wenn der Tlieodolith während eines Winters unbenutzt geblieben ist, dassdie Centralbewegung des Kreises und die derAlliidade nicht mehr die ursprüng-liche erforderliche Beweglichkeit hat, so ist dies lediglich Folge des zu steifgewordenen Oels an den Axen. Das Auseinandernehmen des Instruments istbei diesem Umstande alsdann unerlässlich, um die Axen mit etwas frischem Oelversehen zu können. Dies geschiehet nun unter Beobachtung einer genauenVorsicht auf nachbeschriebene Art.
Man nehme das Fernrohr und die Loupen ab, schraube das Stück O', Fig. 2 ,unter dem Dreifusse, sowie das Schräubchen f' los, lüfte den Halter der Mi-krometerschraube P, und ziehe denselben von dem Bande des Kreises zurück.
Nachdem der Kreis vom Dreifuss abgenommen worden, werden beide Konider Axe L und das Innere der Büchsen y und z sorgfältig von allem steif gewor-denen Oel gereinigt. Hierauf theile man etwas Knochenöl den beiden Konis derAxe mit, und setze den Kreis in die Hülse des Breifusses wieder ein. Hieraufnimmt man die Alhidade mit aller Vorsicht aus dem Kreis, und reinigt aufdieselbe Weise wie zuvor die Axe M und das Innere der Axe L. Bevor nun
die beiden Koni der Alhidaden-Axe mit Oel benetzt und in den Kreis wiedereingesetzt werden, muss die obere Fläche des Kreises, der Lirnbus, und derinnere Rand desselben, mit der möglichsten Achtsamkeit von allem Schmutzgereinigt werden. Ebenso wenig darf der mindeste Staub vorhanden seyn.
Um nun an die Stelle des so unangenehmen Glanzes beim silbernen Lirnbusein mattes und somit ein schönes und dem Auge äusserst wohlthätiges Ansehenzu erlangen, halte man den Ballen vom Daumen (der zuvor mit Knochenöl inder Art eingerieben seyn muss, dass die Befeuchtung kaum bemerkbar ist) miteinem sanften Druck auf den Lirnbus, und drehe den Kreis mit der anderenHand einmal herum. Fällt dies Verfahren zum erstenmal nicht günstig aus,und helle Stellen sind noch sichtbar, was nicht selten der Fall ist, so wiederholeman den Versuch, so oft, bis der Lirnbus eine egale matte Fläche bildet, dieAlhidade wird, nachdem die Axe zuvor mit einem wenig Oel bestrichen worden,eingesetzt, und die übrigen Theile des Instruments an ihre Stellen ebeuwohibefestigt. Bei der neuen Einrichtung der Alhidade ist die auf solche Weiseerlangte matte Limbusfläche auch von Dauer, da der Lirnbus nach der Zu-sammensetzung nicht mehr berührt werden kann. Sollte sich auch auf dieNonien Staub aufgelegt haben, oder dieselben angelaufen seyn, so nehme man