Druckschrift 
Beschreibung eines Reichenbach'schen Wiederholungs-Kreises, neu construirt von F. W. Breithaupt, des Heliotropen von Gauss und des Hülfs-Heliotropen von Stierlin, nebst kurzer Anleitung zur Prüfung u. Justirung, ... dieser Instrumente : mit 3 Kupfertaf.
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

16

pag. 19 bis 22 die Rede ist, und über welche demselben 5 Tabellen beigefügtworden sind.

Die Anwendung eines 12zölligen Theodolithen, dessen Nonien, wie schongesagt, 4 Secunden angeben, ist daher bei Messungen von Winkeln ersterOrdnung kein Erforderniss, da durch die von 10 zu 10 Secunden ablesbarenNonien des 8zölligen Theodolithen dieselbe Genauigkeit vollkommen erreichtwerden kann.

Es ist also nicht Bedürfniss, mit ersterem, gegen den lSzölligen Theodolithen,eine grössere Anzahl von Beobachtungen vorzunehmen. Zum Beweis meinerBehauptung beziehe ich mich um so mehr auf die in den angegebenen ange-hängten Tabellen sub II. und III. Lit. K. und F. enthaltenen, desfalls ange-stellten Prüfungsmessungen, als selbst schon die specielle Ablesbarkeit von 4"zu 4", eines 12zölligen, gegen die von 30" zu 30" eines 7zölligen Theodo-lithen für den Definitiv-Winkel keinen sehr merklichen Vorzug darbietet.Selbst dann, wenn zu 7 und 8zölligen Theodolitlien noch grössere Fernröhreangewendet würden, bliebe dennoch die Genauigkeit im Pointiren, bei einemgut getheilten Kreise hinter der Zuverlässigkeit im Ablesen der Nonien-Ständezurück, wenn gleich die Nonien nur 30 Secunden angeben.

8. lieber die Weglassung des Ver Sicherung s - Wernrohrs.

Ein Verrücken des Kreises während der Beobachtungen ist bei der leichtenund sanften Drehung der Alhidade und des Kreises, so wie bei der Sicherheitder Mikrometerstellungen fast unmöglich. Das Versicherungs-Fernrohr ist daherabsolut überflüssig, wenn wie bei der Gradmessung des Königreichs Hannover, dieSignale aus eingemauerten steinernen Postamenten bestehen, welche sowohl demTheodolithen, als dem signalirenden Heliotropen als Stativ dienen. Inzwischensind solche Stative nicht auf allen Stationen, die man genöthigt ist als Haupt-punkte zu benutzen, und vorweg nicht auf Thürmen, zu haben, und man wirdder gewöhnlichen Stative nie ganz entbehren können Nun hat allerdings dashölzerne Stativ den Nachtheil, dass in dem Holze eine Drehung nach demStande der Sonne statt findet, welche vielleicht nach Verlauf von 20 oder 30Zeit-Minuten den Einfluss üben könnte, dass etwa das Fernrohr an dem vorhereinvisirten Gegenstände 20 oder 30 Bogen - Secunden vorbei schnitte. Wäre