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Darlegung des Verfahrens der preussischen Regierung gegen den Erzbischof von Köln : vom 25sten November 1837
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IC Schreiben des Weihbischofs von Münster an denselben.

Hochwürdiger Herr Domkapitular!

^w. Hochtvürde»!

werde es, glaube ich, angenehm scyn, wenn ich Ihnen unser heutiges Gesprach über den Inhaltdes Schreibens Sr. Excellcn; des Herrn Ministers auch schriftlich zukommen lasse.

Was zuerst das gute Vernehmen mit den, bei den frühern Irrungen bethciligt gewesenenBehörden betrifft, so muß ich voraussetzen, daß Dieselben frei von Abneigung gegen mich seyn,und da mein innigster Wunsch ist, mit allen Menschen in gutem Vernehmen zu stehen, und Freund-lichkeit gegen Jeden mir, wenn ich nicht irre, natürlich ist, so wüßte ich nicht, wie Störung desguten Vernehmens hätte Statt finden können.

Was die Versuchungen der Streitlust betrifft, so ist solche mir so zuwider, ich bin so über-zeugt, daß sie im geradesten Widerspruche sei) mit den Lehren und mit dem Geiste des Christcn-thums, bin so durchdrungen von dem Wunsche, mit allen im Frieden zu leben, liebe Frieden undRuhe so sehr, daß die Furcht, ich möchte von jener Versuchung überwältiget werden, wenn sie,wider Vcrmuthcn mir nahen sollte, da ich in dieser, wie in jeder andern Hinsicht auf den BeistandGottes hoffe, wohl keine Berücksichtigung verdient. Ucberhaupt ist mein innigstes Verlangen, wennich irgendwo ein wirkliches Bisthum erlangen sollte, die letzten Jahre meines Lebens noch rechtzum Wohlthun zu verwenden, und meine feste Ucbcrzcugung ist, daß dieses Verlange» nur da voll-ständig erfüllet werden könne, wo die beiderseitigen Behörden, dem Willen Gottes gemäß, harmo-nisch handeln.

Was nun die gemischten Ehen betrifft, so habe ich schon lange her sehnlich gewünscht, esmöge sich ein Weg finde» lassen, diesen so überaus schwierigen Gegenstand zu beseitigen, habc dahermit Freuden die Erfüllung meines Wunsches vernommen, und Ew. Hochwürdcn wollen so gütigseyn, Sr. Excellenz den Herrn Minister zu versichern, daß ich mich wohl hüten werde, jene, gemäßdem Breve vom Papste Pius VIll. darüber getroffene und in den benannten vier Sprengel» zurVollziehung gekommene Vereinbarung nicht aufrecht zu halten, oder gar, wenn solches thunlichwäre, anzugreifen oder umzustoßen, und daß ich dieselbe nach dem Geiste der Liebe, der Friedfer-tigkeit anwenden werde.

Zuletzt wünschte ich, daß Ew. Hochwürben die Güte hatten, mich Sr. Excellcnz ganz ge-horsamst zu empfehlen und meinen aufrichtigsten Dank darüber zu erkennen zu geben, daß Höchst-derfelbe mir die Gelegenheit verschafft hat, meine Gesinnung hinsichtlich der vorliegenden Gegen-stände, mit völliger, mir so angenehmer, Offenheit an den Tag zu legen. Mit der ausgezeichnetstenHochachtung beharrend

Ew. Hochwürdcn

gehorsamster Diener(gez.) Clemens, Frh. Droste zu Vischering,

Weihbischof.

Münster, den 5ten September 1835.

1^. Schreiben des Erzbischofs von Köln an den Domprobst

Cla essen in Aachen.

>»)er Herr Ober-Präsident der Rheinprovinz meint, Ew. Hochwürden feyen nicht gehörig bekanntmit der Sachenlage in Beziehung auf die gemischten Ehen, und hat mich schon zweimal ersucht,Sie davon in Kenntniß zu setzen.

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