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Hintere Seite des Knauffs ganz an-ders aussahen, als die Heyden an-dern, über welche die Rotte hcr-gicng. Die Neuer» aber haben dieseValuta meistentheils verlassen, undmachen, wie schon einige Alten ge-than, die Platte des Knauffs aus-geschweift!") unter jeder der vierEken dieser Platte lassen sie eine dop-pelte Schurke wie eine Haarloke her-vortreten, und dadurch werden allevier Seiten des Knauffs völlig gleich;die unten stehenden Figuren werdendiesen Unterschied deutlicher machen.Die erste stellt den Theil einer joni-schcn Säule nach alter Art vor, wiesie von vorne zu aussieht, die zweyteeben dieselbe von der Seite, und diedritte, wie sie cht gemacht wird.Nach dieser Art hat der jonischeKnauff vier gleiche Seiten.
tvinkelmann sagt,**) daß an denalten jonischcn Capitälern die Vo-luten in gerader Horizontallinie ste-hen, und zuweilen nur an den Ek-saulen, wie an dem Tempel desErcchthcus geschehen, 1) herausge-drehet worden; daß man in der letz-tem Zeit des Alterthums angefan-gen habe, alle Voluten herauszu-drehen, so wie insgemein in neuemZeiten geschieht. Dieser berühmteMann drükt sich hier etwas ver-worren aus; denn die gerade Hori-zontallinie sagt hier nichts. Ver-muthlich hat er sagen wollen, daßdie Heyden Voluten, an der vor-dem oder hintern Seite des Capi-tecls in einer senkrechten Flache gele-gen haben. Dieses war eine natür-liche Folge davon, daß das oberste
So findet man sie schon in dem Tem-pel der Eintracht in Rom.
**) Anmerkung über die Baukunst derAlten. S .Zl.
-j) Auch an deni Tempel der FortunaVirilis. S. vss - (-oäeii.
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Glied des Knauffs, das Vitmviusden Abacus, die Platte oder denDeckel des Knauffs nennt, ein ei-gentliches Vicrek gewesen, *) da esnachher, wie itzt noch immer ge-schieht, an allen Seiten etwas ein-wärts gebogen und gegen die vierEken ausgeschweift worden, welchesauch eine Verdrehung der Volutenverursachet hat, wie in der drittenFigur zu sehen ist.
Der jonische Knauff der Altenwar niedriger, als man ihn itztmacht, denn er hatte eigentlich kei-nen Hals und beynahe die Halsteder Echneken hieng an den Säulen-stamm herunter. Gegenwartig wer-den sie höher gemacht; aber auchschon in den spatem Gebäuden desAlrerthums, wie in den Badem desDiokletianus, sind sie höher, alsNitruvius angiebt. Dcr^jonischeSäulenfuß hat wenig von der ein-fachen völligen Schönheit dicscrOrd-niing. Die vierte Figur stellt einensolchen Fuß vor, wie ihn ein engli-scher Baumeister in den Ucberblcib-seln des Tempels der Minerva Pa-llas zu Prieue in Ionien gefundenhat.'*) Deßwegen findet man auchschon bcy griechischen Ueberbleibselnvielfältig den nachher erfundenen, sogenannten attischen Säulenfuß un-ter jonischcn Säulen, s) welcherungleich besser mit der edlen Ein-falt dieser Saulenordnung überein-kommt, als der ursprüngliche jonksche Fuß.
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") S. die 5te Figur, die ein FragmentcincS antiken jonischcn Gebälkes vor-- stellt.
**) S. stonisn ^niiquilie» publ>tde4wird pei'mülion ok Olleren«,ülvLLl.XIX. csp.II. 1sb. II.
s) S. Attischer Säulenfuß.