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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
579
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Hex 579

sthe Sprache fähig genug fty, dengriechischen Hexameter nachzuah-wen, nachdem wir den Meß-as ha-ben, ein Gedicht, das auch in demTon und Klang, mit der Jliasoder Aencis um den Vorzug streitenkann. Daß es aber den Deutschenmehr Muhe macht, in wolklingen-dcu Hexametern zu schreiben, alsder Grieche oder der Römer nöthiggehabt hat, kann wol nicht geleug-net werden; genug, daß einige unsrerDichter die Schwierigkeiten gluklichüberwunden haben.

Man muß Klopstok und Kleist,die zu gleicher Zeit, und ohne daßeiner von den Versuchen des andernetwas gewußt, versucht haben deut-sche Hexameter zu machen, als dieErfinder derselben ansehen; denn diewenigen Versuche, die altere Dichterdarin gemacht haben, können alsnicht gemacht angesehen werdenDer Hexameter, den Kleist zu seinemFrühling gewählt hat, fangt, wieman sich in der Musik ausdrükt, imAufschlag an. Denn er setzt dem er-sten Fuß eine kurze Sylbevor. Ver-muthlich ist er blos von ohngcfahraus diesen Einfall gekommen; denneine genaue Ucberlcgung würde ihndoch haben fühlen lassen, daß die-ses den Gang des Gedichtes etwasmonotoniseh macht, und auch derMannigfaltigkeit des Rhythmus,oder der Perioden, schadet.

Es ist denen, die sich einfallenlassen den deutschen Hexameter zubrauchen, sehr zu ralhen, daß siemit großer Sorgfalt dasjenige über-legen, was Klopstok in den Vor-reden zu dein zweyten und drittenThcil des Meßias, Namler in sei-ner Uebersetzung des Batteur, undSchlegel in seiner Abhandlung vomReim, darüber angemerkt haben.

») Eine kurze Geschichte des, deutschenHexameters ist in den Briefen überdie neue Littcratnr im ersten Thcil aufder ro? u. ff. S. zu finden.

M. Varro hat nach dem Berichtdes Zl. Sellins eine besondere An-merkung über den Hexameter ge-macht. chl. Varro iu b-ibris clitci-plmarum icripllt, odtervaste tetsin vertu üexametro, guoä omninogumtus temipss verbum tlnired; edcxuoll priores czuingue lemipellesnsglls mnZnsin vim fiaberent inetkieienclo vertu, ntgue nlii posts.riores leptem H.

--K- -H-

Von dem Hexameter überhaupt han-deln : C. I. Rost, in einem, Oe vertu«beroici pulctirirulline, I?roßr. ?Iav.1749. 4.) — Und von demselben, inmiherer Beziehung auf die deutsche Spra-che, F. XV. Rlopffock, in der Ab-handlung : Von der Nachahmung desgriechischen Sylbenmaßes im Deutschen,und: Vom deutschen Hexameter, vordemsten und ztcn Bde. f. Messias, wozu nochdas Gespräch, in der Fortsetzung der Briefeüber die Merkwürdigkeiten der Litteratur,Hamb. >770. g. S. 8. und sein Aussatz,von dee Beobachtung der Quantität imHexameter, im D. Museum fürs 1.177g.und von, deutschen Hexameter, in den Frag-menten über Sprache und Dichtkunst, 1.S. - u. f. Hamb. 1779. 8. gehört. —E. N?. Rainler, in s. Battcux, Kap. 5.Abschn. z. Bd. 1. S. Wz. Ausg. v. 1774.— A. Schlegel, in s. Abhandl. vonder Harmonie des Verses, und von demReime, bcp s. Batteux, Th. -. S. 451.Ausg. v. 1770. >—-

Oer Ursprung, oder der ersrc Ge-branch, des Hexameters wird den Göt-tern bcpgclegt. Dem Joh. Matthäus,De eerum invencoribus S. iz dcr Ausg.von wiz. 8. oder vielmehr schon'dem Jo-sephus tz^nricz. d.ib. lt. c. XVt.§.4. Oger, Bd. 1. S. 22S. llll. Obercb.)zu Folge, soll Moses seinen Lobgesang nachdem Durchgange durchs rolhc Meer, inHexametern abgefaßt haben. Nur Scha-de, daß wir jetzt gänzlich ausser StandeOo 2 sind,

») tV. Letl. t..XVM. c. 15.