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wenn dieser gleich, demHerodot (lstt>. III.41. S. 256. Bd. 1. Lst. Uei?.) und demPausanias (I.ilo. VIII. 14. S. 629. löst.Xudn.) zu Folge, der älteste bekannteKünstler dieser Art seyn müßte: so hat denndoch G. E. Lessing in den AntiguarischcnBriefen (Bd. 1. S. >5;) es so ziemlich wahr-scheinlich gemacht, daß dieser Künstler denStein des Polokrats mir gefaßt habe, unddaß Plinins, der von diesem Steine sagt,daß er illilzara inroölarzue gewesen, (Istd.XXXVII. c. 4) der glaubwürdigere sc».Osch dem se», wie ihm wolle, H. v. Murrnimmt ferner das Zcugniß des Plininsfür das Zeitalter dieses Künstlers (Id.XXXV. 4z), welcher ihn mulrc, oncsLocetiiostss, tlorincssc- pullar, alsolange vor der z-otcn Olynip. seht, an, läßtihn aber — wer sollte es glauben? —das Blldniß des Polykratcs selbst, der überein Jahrhundert nach ihm, in der ästenOlymp. gelebt hat, verfertigen, und ver-weist deswegen auf den PausaniaS, denJunius und den Winkclmann, und nurJuniuS hat die Muthmaßung (Lac. S.210. löst. 1694) daß, weil Polykrat, demClemens Alcxandrinus (psestoZi l.il>. III.c, XI. Oper. N. 1. S. 599. Viread.>778. 8.) zu Folge, mit einer kcyer ge.siegelt habe, eine Lcyer auf diesen Steingeschnitten gewesen seyn könne. Auchmacht er ihn zu einem Sohne des Rhoe-cus, da er doch ein Sohn des Telcklesgc,nannt wird! Ueberhaupt ist dieser Theo-dor ein wahrer Stein des Anstoßes für dieGeschichtschrciber der Steinschneiberkunst.Nicht allein sind des H. v. Murr sonder-bare Nachrichten von ihm, sogar in dieZusätze zu G. E. Hessings Tollcctaneen(Bd. >. S. 282) gekommen; sondern H.Büsching, in s. Geschichte dieser Kunst(S. zz.) setzt ihn eben auch, mit Winkel-mann, in die Zeiten des Polykratcs selbst(obgleich Plinius der einzige ist, der seinZeitalter bestimmt hat) und sagt zugleich,daß der von ihm geschnittene Stein einSmaragd gewesen, und daß man, umgefsthr hundert Jahre nach dem Poly-krat, erst angefangen habe, in Smaragdezu schneiden! — Ein anderes Vcrz. von
alten Steinschneidern flndet sich, wie ge-dacht, in den Lessingschen Collectancen,Bd. l, S. 271. — Vlemorie stcgü sn»rictri inciiori, ciri lcolpirono i loronvrne in Oeinine e Lsinei . , . Operscii O. .-I. Lrocci, dir. 1784. f. MitK.Jtal. und Lat. (Las Werk selbst war be-reits im I. >75; unter einem etwas ver-änderten Titel angekündigt worden.) —Ich will indessen bemerken, daß, da vondenjenigen Steinschneidern der Alten, vonweichen wir auch die Nahmen auf Stei-nen finden, nur wenige in Schriftstellernund nur beylstufig vorkommen, auch nurwenige Nachrichten von ihnen mit GewiS-heit gegeben werden können. Plinius ge-denkt (XXX VII. 4) als der berühmtesten,des Pyrgorcles, Apvllonides, Cronius undOioscuridcs; niit dem Nahmen des Cro-nius ist indessen nur eine Paste (S. OorüInlcripr. snc. Bd. 1. S. Z9) übrig. Auchist cS wohl noch immer nicht ausgemacht,ob sie schon auf Diamanten geschnitten ha-ben.' Zwar kommen in der LippertschenDactyl. Zwcytcs Tausend IV. Z87. undin dem Supplem. zu dem mythol. Tausendk>l. Z!7- und zu dem Historischen IV. 141.271. 27Ü. z-z dergleichen vor; aber wer istBürge, daß sie alt sind? Und das Zeugnißdes Plinius, zu dessen Zeiten neun öffent-liche Laetyliotheken in Rom waren, ist im-mer von zu großem Gewicht, als daß esdurch Ungewisse Arbeiten widerlegt werdenkönnte. Ueberhaupt scheinen die Alten indie kostbaren Edelsteine, als den Sma-ragd, Rubin, u. d. m. nicht so oft als inAchate von einer Farbe, und, unter die-sen vorzüglich in den Karneol, in so fernder Sarder zu diesem mitgerechnet wird,
geschnitten zu haben.
Von den Steinschneidern der Neuer»:Idazionoinenco . . . ste^li IncÄZliororimustern! in pierre sture, Lammei eZioje von G. Vasari, in dessen Vice,Bd. >. Th. z. S. 240 der Bol. Ausg. v.1.1648 und Bd. 4. S. 247. der Florent.v. 1.1767 u. f. (Sie gehen bis zum I.>;68.) — Das 24.26 Kap. in der öfterangeführten Oiilei r. des Vettori, wobei)die Nachrichten des Vasari zum Grunde
liegen.