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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
390
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besten Kenner den Alten ganz gleichkommt. Der Kopf desPhocion vondemselben Künstler, der jctzo in denHänden des Herrn Zanccci ist, sollkeinem der besten Antiken etwas nach-geben *). Von dieser Zeit an hat sichdie Kunst in Steine zu schneiden inItalien bis jctzo erhalten.

Aus diesem zweyten Vaterland derKünste und Wissenschaften breitetesie sich bald in andre Lander ans.Gandrarr gedenket eines N-änibcrgi-schen Steinschneiders, Namens En-gelhart, der Aibrechc Dürers Freundgewesen. Nachher war DOilhelmder V von Bayern ein großer Lieb-haber und Beförderer dieser Kunst,nach ihm aber der Kaiser Rudolphder II, unter welchem viel deutscheSteinschneider gelebt haben, derenwir an einem andern Ort gedenken.So viel mir aber bekannt ist, sinderst in diesem laufendenIahrhundertdeutsche Meister bekannt geworden,welche den besten Welschen und denEricchen selbst an die Seite gesetztwerden können **).

In Frankreich führte Fran; der Idiese, wie alle andre Künste, dadurchein, daß er aus Italien gute Künst-ler in sein Reich berufte. Seit demhat dieses Reich ab und zu einigewenige gure Steinschneider gehabt.Nach Spanien kamen unter der Re-gierung Philipp des II ebenfalls ei-nige italianisehe Meister; und Eng-land hat zu den Zeiten der KöniginElisabeth, und nachher bis auf un-sre Zeiten, viele Steinschneider ge-habt, darunter einige vom erstenRange sind. Auf diese Weise hatsich die Kunst in alle Lander von Eu-ropa ausgebreitet, und bis jetzo ineinem ziemlichen Grad der Vollkom-menheit erhalten.

*) ctori viiüvUoMec, ?i>netüiMS lab.

IN. p Vcncr, 1750.

"') S. Steinschneider.

G e s

Die Grundlage zu aller Erkenntnis ingeschnittenen Steinen besteht in der Kennt-nis der Natur dieser Steine selbst; undobgleich, in den Beschreibungen der Oaety-liothckcn sie noch iminer mit den Nah-men, welche Seefahrer und Stcinhünd,ler, nicht mit den Benennungen, welchedie Naturkündiger ihnen geben, belegtwerden: so mögen den» docb einige, vonSteinen überhaupt handelnde Werkehier stehen. Zue Kenntnis der Begriffedeö Alterthunics davon gehört die bekannteSchrift des Thcophrast: in den

Werken desselben, nach der Ausg. desOau. Heinsius, bu-zll. N. >6>z. t'. S.Z9> u. f. so wie bei? des Aul. Nocrkii<kc Lvoc biill. Lemmar. er bspicl.l.ugch N. 1647. 4. Englisc!?, mitAnm. von I. Hill, ilond. >748. Franx.nach dem voehcrgehcnden, Par. 1754 iz.Deutsch?, eben so, von Mr. Hcinr.Baumgckrtner, Nürnb. 1770. 8. sowie das, was Plinius davon, Hill, im-rur. b.it>. XXXVII. c. 10 (s. Art. AntikS. 187. s) sagt. — und zur Erllliiterungdarüber das dritte Kapitel, und den da-zu gehörigen Excursus in der ncucn Aufl.von I. A. Ernest! ^rebgooloZi», durchG. H. Martini, l .igs. 1790. 8. S. »2und 144. — — Von Schriften derNeuem begnüge ick mich mit der Anzeigevon lt. F. B. Beückmanns Abhandl. vonEdelsteinen, Brschw. 177z. 8. und denBeytrstgen dazu, Ebcnd. >778-178?- 8.2TH. — und der Schrift des Butens:Oes pierres pieci'eulcs er cles pierresffneg, avec te moderige lezconnoirrset lle Icz evsluer, ?ar. ?778. 8-Ucbri'gens finden sich in dem. Art. Edel-steine, in G. E. LcssingS Cvllectanccn,und i» dem -ten Bd. von Marictte'Schchoire cte« pierrez grsvee5 lind aus dlc,fem, IN T. Murrs Libl. cle pelnrure,Th. >. S. 2-; u. f. Nachrichten von meh-rcrn, von Steinen handelnden Werken.— — Diejenigen Steine, aufweichevorzüglich geschnitten wird, sind, erstlich,die eigentlichen Edelsteine, als Amctbvst,Beryll, Chrysolith, Diamant, Granat,Hyacinth, Rubin, Sapphir, Smaragd,

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