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Lcbcn und Starke zn geben. Es ge-hört aber eine sehr reise Beurrhei-liingskraft dazu, daß sie nicht zurUnzeit, sondern da angebracht wer-den, wo sie einem wichtigen Thcilder Hanptvorsiellnng zur Verstärkung! dienen. Hierin hat Homer sich alseinen Mann von Verstand gezeiget;und es wäre der Muhe werth, daßjemand die einzeln Gemählde derIsias, jedes nach dem Orke, den esim Ganzen und in den Haupttheileneinnimmt, und der Würkung, diees da thut, in nähere Benrtheilungnähme.
Alle über die poetischen Gemähldehier gemachten Anmerkungen könnenauch auf diejenigen Stellen eines Ge-dichts oder einer Rede angewendetwerden, wo besondere Gedanken na-her bestimmt und ausgezeichnet wer-den. Die schöne Rede, die nichtblos ein Werk des Verstandes, son-dern auch des Geschmaks ist, ver-hält sich zu der blos philosophischenRede, da es allein um die genaueund methodische Entwiklung der Ge-danken zu thun ist, wie die perspekti-vische Zeichnung einer Landschaft zueinem Grundriß, oder wie eine ge-mahlte Landschaft zu einer Land-charte, die dieselbe Gegend vorstellt.In dcrLandcharte istjederOrt gleichdeutlich und in seiner wahren Lageangedeutet; alles ist uns da gleichnahe; in der Landschaft aber falltjedes so ins Gesicht, wie man esaus einem gewissen Stand und auseinem Gesichtspunkt sieht; das Naheist groß und ausführlich, das Ent-fernte klein und undeutlich. In einemblos auf den deutlichsten Unterrichtabzielenden Vortrag, wie philosophi-sche und mathematische Beweise sind,muß alles gleich deutlich, gleich be-stimmt, und, so zu sagen, gleich nahevor dem Auge liegen, wie die Oerrer ineiner Landcharte, oder in einemGrundriß; aber das Werk des Red-ners ist gleichsam perspektivisch ent-Zrveyrer Theil.
worfen. Die Hauptjache kömmt in dieNahe, wird umständlich gezeichnetund bisaufdie kleinstenTheile ausge-führt ; die Nebensachen werden fiüch.tig behandelt, und viele zugleich neh-mcu wegen der Entfernung nur einenkleinen Raum ein. Also macht auch da,wo keine sichtbaren Gegenstände vor-kommen, das Nahe oder Ausführlicheeine Art des Gemahldes. Die Gegen-stände müssen, so wie im Gemählde,gruppirt seyn, wie schon an einemandern Ort auch erinnert worden *).Es wurde von großem Nutzen seyn,wenn sich ein verständiger Kunstrich-ter die Mühe geben wollte, die Theoriedieser rednerischen Prospektiv und derbesondern Behandlung der, auf je-den Grund kommenden, Gegenständebesonders auszuarbeiten.
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Ausführlicher handeln von dem Inn.halt des vorhergehenden Artikels: I, I.BvdmcrS Critische Betrachtungen überdie poetischen Ecmähide der Lichter. . .Zur. >741. z. S. übrigens de» Art. Be-schreibung.
Poetische Gemählde, in dem engemSiNne deS Wortes, oder eigentlich be-schreibende, für sich bestehende, gan-ze Gedichte, scheinen überhaupt ersteine Erfindung der Neuern zu seyn; we-nigstens ist mir kein Gedicht von altenSchriftstestern bekannt, welches hiehccmitRecht gezogen werden könnte. Und selbstnicht bey allen neuern Völkern ist dieseOichtart sehr gctriedcn worden. DieItaliener beslden deren nur wenige, unddiese sind erst in ganz neuem Zeiten er-schienen, als von Pcosp. Betti (per lacciebre Villa stell' . . Lsest. >il. ^Zl-bani, Orcave. . li. 1763, 8) —°Anastasia Cavalli (II Vetuvio .. . lclil.1769. 8.) " Orazio Lapclli (Lslerr-,.llnstec. dtap. 1778. 8 )
Bey den Franzosen haben deren, un-ter mchrcrn, geschrieben: Zrc. Bcrnis
1) be
*)S. Erzählung II Th. S.»s.
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