Druckschrift 
2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
309
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G a v

Geb zoy

Schinutzer gez. und von Conti, Kohl/Zvllcr und Mannsseld gest. Füns Blät-ter, welche den Plan des Gartens, undden Aufriß, Grundriß und Durchschnittdes Hauses zu Wörlitz darstellen; undBeschreibung des Fürstl. Anhalt - Dessaui-schen Landhauses und englischen Gartenszu Wörlitz von A. Rode, Dcss. 1788. 8.mit ; Kt'frn. Beschreibung des Lust-schlösse» und Gartens . . zu Reinsberg,Werl. 1778. 8- Schreiben ... denchinesisch-englischen Garten zu Maricn-lucrder, ohnweit Hanovcr betr. 1777. 8. Einige Bemerkungen über die Gür-ten in der Mark Brandenburg, Werl.1790. g. S. übrigens noch Nieolai Rei-sen> Bernoulli Reisen Die großeHirschseldischc Theorie, und dessen Gar-tenkalender.

llcbrigcns glaube ich, mit Wahrheithinzu setzen zu können, daß Trotz allem,was über den sogenannten englischen Gar-tenbau geschrieben morden, der Begriffdavon, selbst in Kopsen derer, welche der-gleichen anlegen, noch nicht bis zur Klar-heit gediehen ist, welches die sogenann-ten englischen Gürten, die kaum groß ge-nug zu einem UovvIinA Green mären,und selbst auch größere, beweisen; unddaß selbst die Theorien davon, besondersvon französischen Schriftstellern, bis zumUngereimten und Lächerlichen getriebenworden sind. H, Mösers Englisches Güet-chcn (Patriot. Phantas. Th. 2. S. 465)hat nickt die Wirkung gehabt, die es billigHütte haben sollen.

Gavotte.

(Musik.)

Ein kleines zum Tanzen gemachtesTonstük von mäßig munterm undangenehmen Charakter. Es ist ingeradem vier Viertcltakt, der aber

nach Art des Alla Brcve mit ^

bezeichnet, und auch im Taktfthla-gen nur mit zwei) Zeiten angegebenwird. Es fängt im Auftakt oder inder zweyten Zeit mit dem dritten

Viertel an, und hat feilte Abschnittevon zwei) Takten, folglich immermitten im dritten Takt also:

Die geschwindesten Noten sind Achtel.Das ganze Srük wird in zwey Tbei-le, jeder von acht Takten, eingcthcilt.Wenn aber die Gavotte nicht zumTanzen, sondern zu Clavierstükcn undso genannten Suiten gemacht wird,so bindet man sich nicht genau andiese Lange.

G e b a l k.

(Baukunst.)

Ist der oberste Theil einer Säulcn-ordnung, nämlich das, was vonSäulen unterstützt und getragenwirb. Der deutsche Name dieserSache ist sehr sthiklich, weil er einaus verschiedenen Balken zusammen-gesetztes Werk andeutet; und ein sol-ches wird auch durch das Gcbälkc,wenn es gleich von Stein ist, wurk-lich vorgestellt. Man kann sich vondem Ursprung und der Beschaffen-heit des Gebälkes aus der, auf fol-gender Seite stehenden, Zeichnungeinen ganz deutlichen Begriff machen.Man stelle sich vor, daß ein verstän-diger Mensch, che noch irgend dasBauen zu einer Kunst worden, eineDekc, oder einen Boden, habe aufSäulen setzen wollen Nachdem erseine Säulen gesetzt hatte, gab ihmder geringste Grad der Uebcrlegungein, basier, sowol von vorncu alsvon hinten, über seine Säulen zu-erst einen Balken legen müsse, dermir-> b bezeichnet ist, welcher nichtnur die, iu einer Reyhe stehendenSäulen zusammen verbände, son-dern auch zugleich die Unterlage zuden Hauptbalken abgäbe. Nun mußteihm natürlicher Weise einfallen, aufdiese Balken diejenigen Balken zu le-gen, die von der Vorderseite des Ge-ll z bäudes