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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
260
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tätlicher Weise eine kleine Terz ha-ben, die große Terz nimmt, als:

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Ferner kann man gleich im Anfang3iO'l^1^^--von dem Dreyklang auf der Tonica, "^^7

Nicht wol auf den Dreyklang seinergroßen Terz gehen, weil dieses et-was hartes hat, und das Gefühl ei-ner andern Tonart erwekt.

z. Man kann blos mir zwey Grund-Accorden, wenn man auch nur ihreerste Verwechslung dazu nimmt, eineFortschreitung von etlichen Taktenmachen, wie hier:

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wo nur der Accord auf dem Grund-ton, und auf seiner Dominante vor-kommt. Wollte man noch auf derDominante den Septimen-Accordnehmen, so kann die Periode, wegender vielen Verwechslungen des Sep-timen-Accords, sehr verlängert wer-den , wie dieses Bepspiel zeiget:

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In dem dritten und fünften Takt sinddie großen Terzen der Grundtone I)und L genommen, als wenn mannach und ^ ausweichen wollte.Dadurch wird die Fortfchreituug et-was reizender.

Noch besser aber verbindet mandie Accorde mit einander durch dieDissonanzen; vornehmlich durch dieVorhalte *), weil sie dadurch gleich-sam in einander geschlungen werden,wie an seinem Orte deutlich gezeigetworden.

Dieses sind also die vornehmstenBetrachtungen, die man wegen derFortschreitung der Harmonie in ei-nerlei) Tonart zu machen.

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(Redende Künste.)

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Hieraus laßt sich leicht abnehmen,wie man mit wenigen Grund Accor-den nicht nur eine lange Folge vonHarmonie hervorbringen könne, son-dern auch wie diese Fortschreitungcnauf unzählige Arten können verän-dert werden.

4. Um diese Fortschreitung etwasreizender zu machen, und eine großeMannigfaltigkeit in die Harmoniezu bringen, hat man zwcyerley Mit-tel. Das erste besteht darin, daßman auf den Grundtönen, die na-

Eine rednerische Figur, nach welcherman einen: Satz den Schein der Un-gewißheit gicbt, um seine Gewißheitdesto lebhafter fühlen zu machen.Die Frage, in so fern sie eine redne-rische Figur ist, ist eigentlich keineFrage, sondern eine höchst zuver-sichtliche Behauptung. Wenn Ha-gedorn fragt:

Wenn machte sich das Lob die Tugendeigen?

Wenn mar es nicht des Glückes Folge-magd")?

so behauptet er, daß das Lob derTugend nie eigen gewesen, sondernimmer dem Glüke gedient habe.

Man fühlt leicht, wie durch dasZweifelhafte der Frage die Gewißheit

der

') G. Dissonanz; Vorhalt.

") Der Weise in HagebernS moralischenGedichten.