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weil es hier gar nicht um begleitendeoder ausfüllende Harmonie zu thunist, die da vielmehr schädlich wäre.
Es ist aber leicht zu sehen, daß dasFlüchtige gerade die sicherste Hand,oderdiegenaucste Richtigkeit erfodere.Denn weil da nichts, als das We-sentlichste derVorstcllung, ausgedrüktwird, so ist auch jeder dabey vor-kommende Fehler wesentlich. Alsokennen nur große Meister in demZüchtigen sicher seyn.
Da das Flüchtige überhaupt demFleißigen entgegen gesetzt ist, wovonin seinem Artikel gesprochen wird,so kann das, was dort angemerktworden ist, auch hier angewendetwerden.
Flügel.
(Baukunst.)
So nennt man eigentlich jeden, derHauptmasse eines Gebäudes, oderauch eines Körpers angehängtenThcil. Eigentlich wären also auchdie Säulenlauben und bloße Mau-ren, von welcher Seite des Gebäu-des sie herausstündcn, als Flügeldesselben zu betrachten. Man brauchtso gar das Wort bei) etwas langenGebäuden, wenn sie gleich nur auseiner einzigen Hauptmasse bestehen,von den Seiten desselben, die Rechtsund Links von der Mitte abstehen,so wie man in der Kriegskunst denrechten oder linken Theil des Heersdie Flügel nennt.
Die besondere und gewöhnlichsteBedeutung des Worts aber ist diese,baß man es von Nebengebäudenbraucht, die einem Hauptgebäudeangehängt werden. Man pflegt ins-gemein großen Hauptgebäuden solcheFlügel entweder an den Seiten, oderauch von vorncn oder von hintenanzuhängen, entweder um der Formdes Gebäudes mehr Mannigfaltigkeitzu geben, oder gewisse zur innernEinrichtung gehörige Thcile, die sich
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in der Hauptmasse nicht wol habenanbringen lassen, dahin zu verlegen.So haben ehedem die morgenländi-sehen Völker an ihre Haupttcmpelgroße Flügel angebauet, in denen diePriester ihre Wohnungen hatten, daes sich nicht schiktc, diese Wohnun-gen mit dem Tempel selbst in eineeinzige Masse zu verbinden.
Folie d'Espagne.
(Musik und Tanzkunst.)
Ast ein Tanz von ernsthafter Art füreine Person, der auf der Schaubüh-ne aus der Mode gekommen. DieMusik ist in H Takt gesetzt, und hatwegen ihrer Einfalt, ihrer vollen undleichten Harmonie etwas, das demungeübtesten Ohr faßlich und ange-nehm ist. Das Stük fängt im Nie-derschlag an, und hat Abschnitte vonzwcy Takten, so daß allemal auf denzwcytcn Takt eine halbe Cadcnzkömmt. Im ersten Takt des Ab-schnitts hat das erste Viertel den stärk-sten Accent, das zweyre aber einenPunkt, wird also länger als daserste angehalten. Im zweyten Taktaber werden das zweyte und dritteViertel leicht angeschlagen.
Die Harmonie ist höchst einfach,ohne Dissonanzen, und man vermei.det so gar die Verwechslungen desDrcyklanges; und um sie noch ein-facher zu machen, läßt man garoft in der obern Stimme die Octavedes Basses hören, welches sonst inandern Stücken sorgfältig vermiedenwird.
Das ganze Stük besteht aus zweyThcilen, jeder von acht Takten. Dererste schließt im achten Takt in dieDominante, und der andre in dieTonica. Nach diesen 16 Taktenwird das Stük, so oft als man will,mit melodischen Abänderungen wie-derholt. Durchaus aber wud aufjeden Takt nur eine Einzige Harmonwgenommen.
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