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kannt? Eben so bekannt sind die Ge-fäße der Alten, die mit erhabener Ar-beit verziert sind.
Diese wenig erhabene Schnitzar-beit ist also eine Art Mahlert!) ohneFarben, auf welcher die Gegenständeselbst zwar nicht in ihrer völligen kör-perlichen Gestalt, wie die Statuen,aber doch würklich massiv und etwashervorstehend abgebildet sind. DieNcucrn haben diese Verzierungen derGebäude und Geräthschaftcn beibe-halten, wicwol sie itzt auch nicht mehrso gewöhnlich sind, als vor zwey-hundertJahren, da kaum ein hölzer-ner Schrank von irgend einer Zier-lichkeit, oder eine Thiirc an prächti-gen Gebäuden gemacht worden, anwelchen nicht verschiedenes Schnitz-wcrk von historischen oder allegori-schen Vorstellungen, angebracht ge-wesen. Gegenwärtig liebet man dasGlatte mehr, oder man scheuet dieUnkosten des Schnitzwcrks. Indes-sen wird dieses doch noch verschie-dentlich angebracht.
Dergleichen Arbeit ist am künstlich-sten, wenn die Figuren nur wenigüber den Grund hcrausstehen, sowiedie Köpfe auf den meisten Münzen,und ihr allein kömmt eigentlich derName des stachen Gcknitzwcrks zu.Man findet antikes Schnitzwcrk, dadie Figuren fast ganz, oder in ihrervölligen körperlichen Rundung ausdem Grunde heraustreten, andere dasie etwa halb heraustreten, noch an-dere wo sie nur wenig über den Grunderhaben sind. Insgemein richtetensich die Alten nach der Vertiefung desGrundes, oder nach der Höhe derEinfassung, damit von dem Schnitz-werk nichts hervorstehen und der Ge-fahr abgestoßen zu werden unterwor-fen seyn möchte, so wie man itzt dieBilder auf Schaumünzen mehr oderweniger erhaben macht, nachdem derRand der Schaumünze mehr oderweniger hoch ist. Diese Arbeit ist deß-wegcn zu den dauerhaftesten Denk«
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mälern der zeichnenden Künste dieschiklichstc, indem sie dcrZcrstöhrungnicht so unterworfen ist, als die Sta-tuen und die Gcmählde. Deßwegcnmacht auch das antike Schnitzwcrkden größten Thcil der aufuns gekom-menen Antiken aus.
Die Bearbeitung des flachenSchnitzwerks hat ihre eigencnSchwic-rigkeiten, die sich leicht fühlen lassen.Einer Figur, die ihre natürliche Hö-he und Breite, aber nur den drittenoder vierten Theil ihrer körperlichenTiefe oder Dike hat, ein natürlichesAnsehen zu geben, ist würklich eineschwere Sache. Noch mehr Schwie-rigkeit aber macht die mahlerischcZu-sammensetzung und Gruppirnng derFiguren; dennda kann man sich nichtso leicht, wie in der Mahlerey, ver-schiedener und weit hinter einanderliegender Gründe bedienen. Da auchdie Schatten darin würklichc, nichtnur dunklere Farben nachgeahmterSchatten sind, so muß jede Kleinig-keit auf das genaueste nachMaaßge-bung des würklich einfallenden Lichtsabgemessen seyn. Ein in allen Thei-len vollkommenes Werk dieser Art istdeßwegcn höchst selten.
Unter den Neucrn istAlgarde einerder ersten gewesen, der in dieser Artgroß geworden.
Von dem flachen Schnitzwcrk handeln,unter mehrern, Dubos, in den bekann-ten klellex. tür iz lloelle eclur Is keinr.im zoten Abschnitte des iten Thls. S.475 der Dresdner Ausgabe.— Falcvnct,in s. Uellcx. lur In Lculpruie, Veuvr.B. i. S.zz. Ausg. von 1771. Deutsch, indem iten B. der Neuen Bibl. der sch.Wissensch. S. 20. — Dandre Bardon,in s. lltssi lur Is Lculpcure, S. 48 U. f.— Lairesse, in dem ztcnVde. des großenMahlerbuches, Buch X. Kap. z u. f.S. 241. AuSg. von 1784. Und bloSlitterarisch ist es in dem 6ten Abschnittevon I. F. Christ Abhandl. über die Litte«
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