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Das Pcch und Colophoninm werdtnin einem reinen wol glasurten Topfüber einem gelinden Feuer fließendgemacht und wol umgerührt. Wenndieses geschehen, so wird auch dasOcl zugegossen. Alles laßt man un-ter beständigem Umtühren wol einehalbe Stunde lang über gelindemFeuer fließen, nachher bey maßigemFeuer so lange kochen, bis man sieht,daß etwas davon, das man heraus-genommen und kalt werden lassen,die Festigkeit eines diken klebrigenSyrops hat. Alsdcnn schlagt manes durch Leinwand, und behalt eszum Gebrauch in gläsernen Flaschenwol verwahrt auf.
Eine andere Art, welche der flo-rentinische Firnis genennt wird, kannauf folgende Weise gemacht werden:Man nimmt klaren Leinölfirnis undeben so viel gestoßenen Mastix. Wennman den Leinölfirnis über gelindemFeuer wol warm gemacht hat, somischt man den Mastix allmähligdarein und rührt die Masse über demFeuer so lange herum, bis der Ma-stix gut zerflossen und gänzlich mitdem Oelfirnis vereiniget ist; als-denn wird sie abgenommen, durch-geschlagen und verwahrt.
Für den weichen Firnis giebtBossefolgendes an: Man nimmt andert-halb Unzen feines weißes Wachs,eine Unze wol ausgesuchten Mastixund eine halbe Unze griechisch Pcch.Das Wachs läßt man über dem Feuerzerfließen, alsdcnn sireut man dengestoßenen Mastix nach und nach,und hernach das gestoßene Pech dar-ein, und rührt alles über dem Feuerso lange herum, bis es gut zerflossenund gemischt ist. Wenn die Masseabgenommen und etwas erkaltet ist,so wird sie in reines Wasser abgegos-sen, und darin in kleine Kugeln ge-formt, die man hernach zum Ge-brauch in Tastet einwikelt und ver-wahrt. Die Art, die Firnisse aufzu-tragen, siehe im Artikel Gründen.
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Farbensirnis. Ein dikes Oel,welches die Mahlcr den Oclfarbcnbcynüschen, um sie geschwinder tro-kcn zu machen. Cr wird aus Nuß-öl gemacht, welches mit gestoßenerBleyglätte vermischt, in einem irde-nen Geschirr langsam gekocht wird.Man nimmt H oder nur ^ Glättezu dem Oel. Bcym Kochen mußman sehr behutsam seyn, daß die Hi-tze nicht zu groß werde, weil diesesden Firnis schwarz brennen würde.Durch das Kochen wird das Ocl all-mählig dik, und sobald es einen ge-wissen Grad derDichtigkeit, den mandurch die Uebung muß kennen lernen,Angenommen hat, wird es abgesetztund mit einem hölzernen Stab wolumgerührt, wobei) ein wenig Wasserzugegossen wird. Man hat dabei)die Vorsichtigkeit zu brauchen, daßder Topf nicht über die Hälfte vollsei), weil sonst das Ocl durch dasAufwallen überfließen und sich ent-zünden würde. Diesem Zufall, derdoch bey Vernachläßigung einigerHandgriffe sich leicht ereignet, dieGefahr zu benehmen, thut man wol,wenn man den Firnis unter freyemHimmel kocht.
Goldfirnls. Auf folgende Weisebekommt man einen Goldfirnis, derden ächten Verguldungcn sehr nahekommt, und nie ausblasset. Mannehme Eummilac in Tropfen, gießestark rektificirtcn Weingeist darauf,und setze das Glas, darin der Lac sollaufgelöst werden, in laues Wasser.Wenn der Weingeist so viel aufgelösthat, als er kann, so filtrire man denaufgelösten Lac durch feines Papier.Bey dem Filtriren hängt sich vonaußen an dem Papier viel von demschon durchgeflossenen Lac wieder an;darum muß man von Zeit zu Zeitdiesen angehängten Lac mit einem inWeingeist eingetauchten Pinsel abwa-schen, damit das Filtrirpapier sich