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aber hervorstehende Fensterbänke mitoder ohne Kragsteine. Noch etwasmehr sind sie verziere, wenn zu derletzter» Art noch ein Gesims mitFries über den Sturz kämmt, wodenn die obere Einfassung den Unter-balken, der darüber stehende Thcilden Fries, und das obere Gesimsden Kranz vorstellt, deren Verhalt-nisse, nach Anleitung der Ordnun-a> a, aus der Hohe des Fensters»eicht zu bestimmen sind. Noch wei-ter wird die Verzierung getrieben,wenn zu obigen noch dieses hinzu-kommt, daß man die ganze Brü-stung unter dem Fenster als ein Po-stament vorstellt, in welchem Fallaber nothwendig das Geschoß vondein unterliegenden durch ein Bandoder Gesims muß abgesondert scyn.Endlich kann man auch zu allem vor-hergehenden noch Giebel über die Fcn-stcrgesimse setzen, die man entwederalle gleich, oder abwechselnd drey-ekigt und gebogen macht. Indessenscheinen doch die Giebel der Fenster,ob sie gleich von allen ncucrn Bau-meistern gebraucht worden, der ed-len Einfalt entgegen. Sie über-häufen eine Außenseite mit gar zuviel Dingen. Sie sind höchstensda erträglich, wo die Fenster et-was weit aus einander stehen, wodie Geschosse nicht mit Äandeunabgerhcilt sind, und wo die ganzeAußenseite höchst einfach ist, wiean dem Opernhaus in Berlin. Amallerungercimtestcn aber sind Fen-ster mit rundem Sturz und mit ge-raden Gesimsen oder gar mit Gie-beln verziert. Die gothische Bau-art hat nichts ungereimteres aufzu-weisen.
Man findet oft, daß zur Verzie-rung der Fenster ordentliche Wand-psciler oder gar Säulen gebrauchtwerden, welches aber ein schlechterund mit keinem einzigen guten Grun-de zu rechtfertigender Geschmak ist,ob man gleich das Ansehen eines
Michael Angela und Pallavio da-für anführen kann. Noch unnatür-licher wird dieser Fehler, wenn dieseSäulen einen Bogen tragen, wiean den großen Fenstern des Berli-nischen Schlosses über den Portalennach dem sogenannten Lustgarten zu.Es ist nicht leicht etwas ungereimte-res in die Baukunst zu bringen alsdieses.
(5) Der crjlc Versuch »on I. Rud.Fc hchcns architectonischen Werke, in 5Theilen, Nurnb. 1781. 4. handelt imiten-ztcn Th. von Verzierung der Fen-ster .... und im 5ten Th. »on Dach«Kapp - und Kirchcnfenstcrn. — IlcbcigenShat, unter mchrern, Habermann, Fen-sterverzierungen, s. 4. Vi. — Wachs-nutth, Äuszicrungcn zu Thilrcn und Fen-stern, k. 4 Vi. — und Schribler NeneFensterverkleidungen, welche an Kirchen,Orangerien und andern modernen Gcbclu«den zu gebrauchen sind, 5. 6 Vi. heraus-gegeben. —
Fermate.
(Musik.)
Ast in einer oder mehreru Stimmeneines Tonstüks eine Stelle, wo derTon nach Belieben über die Geltungder Note angehalten, und mit ver-schiedcnenVerzierungeu gedehnt wird.Ueber die Note, worauf die Ferma-te fällt, wird dieses Zeichen ^ ge-setzt. Die Hauptstimme halt entwe-der den Ton blos an, oder machtZierrachen, welche Singcadcnzm ge-trennt werden, auf derselben, bin-nen welcher Zeit die andern Stim-men entweder ganz inne halten,oder nur den Ton fortdaurcn lassen.Die verschiedenen Arten, wie der Sän-ger diese Fermate zu behandeln hat,findet man in Hrn. Agricolas An-merkungen zu Tofis Singkunst an«