Versuch und Muster einer gemeinnützigenBestimmung und Benennung aller Far-ben, nebst - ausgemahltcn Kupfcrtafcin,RegeNöb. >769, 4. — Abhandlung vomGebrauch der Farben, in Köremons Na-tur und Kunst, Wien 1770. 8. Th. >.S. z;c> - z8o. — Versuch eines Facbcn-svstems, entw. von Ig». Schiffermüller,Wien 1772. 4. (Der Verf. hält sich andem Lehrgebäude des P. Taste!, thciltden Farbcnzirkel in 1, Thcile, und nimmtrolh, gelb und blau als die ? eigentlichenGrundfarben an.) — Beschreibung ei-ner, mit dem Talauischcn Wachse, aus-gemahllen Farbcnpyramidc, wo die Mi-schung jeder Farbe aus Weiß und drcyGruahsarben (Termin, Berlincrblau, undGummi Gurti) angeordnet, dargelegt,und derselben Berechnung und vielfacherGebrauch gewiesen wird, durch J.H. Lam-bert, mir einer ausgcm. Kupfcrtafel, Beel.,77z. 4. — Aug. Lud. PfanncnschmidSVersuch einer Anleitung zum Mischen gllexFärbt n, aus Blau, Gelb und Roth ...Han. >7Sl. 8. Französisch, Lausanne1788. 8.— Thrstn. Frdr. ProngcnsFar.benlexicon, worin die möglichsten Farbenher Natur nicht nur nach ihren Eigen,schalten, Benennungen, Verhältnissenund Zusammensetzungen, sondern auchdurch die wirkliche Ausmahlung enthaltensind, mit 48 ilium. Kupfern, Halle 1782.q. — lieber die Schönheit der Farben,ein Aufs, in I. A. Eberhards VermischtenSchriften, Halle 1784.8. S. 1-2.— Ioh.H. Schars Rcceptc über verschiedene Gat-tungen von Farben, Gött. 1788. 8. (FürScharlach und Cochenille.) — Taschen-tuch kür Mahlcc und Zeichner, in Rück-sicht auf Farbebcreitung von C. Gottl.Rüger, Gera 1789.8, (Ohne sonderlichenWerth.)— Mahler- Färb. Jiluminft,und Firnißbuch, Köln 1790. 8. — S,übrigens die Art. Colorit, stricht.Schatten, u. d. in. Auch versteht essich von selbst, haß in den mchrstcn übrk»gen Werken von der Mahlert» (S. Art.tNahlerey) noch von den Farben gchan-Heft wird — so wie, daß diese MaterieMhWt in mehrere W WsikW
F a r
gehenden Schriften, vorkommt, wovonich nur die I.errrcz ö une Deilicesse^ lueelivces lujerz cic phzliguc er ste phi»lofopkle (besonders den -gtcn Br. imersten Theile) anführen will.
Fcirbengcbllllg. Dieses von demHrn. von -Hagcüorn zuerst gebrauchteWort ist schiklich, um denjenigenTheil der Kunst anszudrükcn, dervon den Farben abhangt. Die Far-bcngebnng würde demnach folgendeTheile derKunst unter sich begreifen:1) Licht und Schatten; 2) das Hel-le und Dunkle der Farbeft; z) diecigcnthümlichen und Localfarbcn;4) die Harmonie; 5) den Ton; und6) die Behandlung der Farben. Die-ses wird dlos zur Erklärung desWorts angemerkt.
Farben.
(Dichtkunst.)
Poetische Farben nennt man alledie Hülfsmittel, deren sich der Dich-ter bedienet seinen Gegenstand derEinbildungskraft so deutlich darzu-stellen , als wenn er vor unfern Au-gen gemahlt wäre, Leben oder Be-wegung hätte. Dazu gehören dieBilder, und alle Tropen und Figu-ren, wodurch die Einbildungskraftlebhafter gerührt wird, als sie es durchdie eigentliche Beschreibung, durchden natürlichen Ausdruk gewordenwäre.
Du Z5os meynt, daß dicjFarbcnder Dichtkunst das Schiksal der Ge-dichte bestimmen,' Vermuthlich den-ken einige Dichter eben so, die in derpoetischen Mahlercy weder Maaff,noch Ziel, noch Grade beobachten.Ihre Reden sind ein beständiges Ge-webe von Bildern und Tropen vonder seltsamsten Art. Nicht nur Tu-genden und Laster, sondern auch diezufälligsten Begriffe werden zu Per-sonen erhöhet, so daß den Personenselbst wenig zn rhm übrig bleibet.
Die