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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
211
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F a r

einige Farben, in dem vollkomme-nen Colone, gewisse Eigenschaften,die mit de» verschiedenen Mischun-gen der drei) Hauptfarben, und desWeißen und.Schwarzen, keine Ver-bindung zu haben scheinen, und überderen Erreichung man noch kein Lichthaben würde, wenn man gleich dieMayerischen Dreyeke in der größtenVollkommenheit vor sich hatte. Al-so würden diese Dreyeke alle mögli-che Farben, in allen möglichen Gra-den des Hellen und Dunkeln darstel-len: aber in Ansehung des Tonesdes ganzen Colorits und andrer sehrwesentlichen Eigenschaften desselben/würden sie dem Künstler keine Dien-ste thun.

Man würde also die <)i Dreyekevielleicht noch y i mal verandern, undjedem noch einen besondcrn Ton ge-ben müssen; und doch ist die Mi-schung der Farben schon vorher er-schöpft worden! Hieraus erhelletnun ganz offenbar, daß das ColoritEigenschaften habe, die kcineswegesvon der Mischung der Farben, nochvon dem Zusatz des Hellen und Dun-keln herkommen. Ohne Zweifel ent-stehen sie aus der Behandlung, sodaß in dieser die größte» Geheimnisseder Farbengebung liegen mögen,

Hieraus laßt sich einigermaßenabnehmen, was man zu thun hatte,wenn man die Farbengebung auf be-stimmte Regeln bringen wollte. Manmüßte die Meyerischen Dreyekemit dem größten Fleiß verfertigen/jedes aber nach den verschiedenenHaupttönen der Farben abändern;2) alles, was aus einem genauenStudio der Werke der größten Eolo-risten, und aus dem Bekennmiß de-rer, die die meiste Ucbung haben, inAnsehung der Behandlung kann an-gezeigct werde», zusammen sammeln.Dieses waren eigentlich Arbeiten einerMahlcracademie, wie die Parisischeist, welche die gcschiktesten und er-

Far zir

fahrensien Meister der Kunst zu Mit«gliedern annimmt.

Wichtig ist überhaupt, wegen desSchönen in den Farben, was eingroßer Meister der Kunst davon an«merkt, und welches emem nachden-kenden Künstler viel encdeken wird.„DieTheile," sagt er, »die m Schön-heit vollkommener sind, bringen we-niger Nutzen mit sich; die aber, soweniger Schönheit haben, sind nütz-licher — — dieses ist in allen Zar-ben und in allen Gestalten. Diedrey vollkommenen Farben könnennie anders, als gelb, rorh und blanseyn > und ist nur ein Begriff ihrerVollkommenheit, nämlich wenn siegleich weit von allen andern Zarbensind; da hingegen die geringen unl»gemischten unterschiedlicher Arc seynkönnen, nämlich mehr von der einen,oder der andern abhangend, und diegeringsten, so von drey Farben ge-mischt, können unzählig veranderkwerden. Je weniger nun Vollkom-menheit in einer Farbe ist, je mehrVielfältigkeit hat sie, bis endlichkein Hauprbegriff mehr in ihr bleibt,und alsdenn ist sie wie eine todte un«bedeutende Sache,"

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Nähere Nachrichten von her , von H,S. angeführten Mayerischen Methode, dieFarben in ein Berzeichniß zu bringen, fin-de» sich in dem >47ten St. der Güttins«schen Gelehrten Anzeigen vom I. 1758, dieauch in den «teil B. S. 8-;. der Biblio-thek der sch. Wisscasch. eingerückt wordensind; und ausführlicher handelt davon,in seinen, von H. Lichtenberg herausgege-benen vpuic. Lörc. 1775. 4, diegtc LoiumeNrst, llc astinicare cvtar-

B.i. S.zi. —

Von veit Farben überhaupt:(welche, natürlich, von sehr verschiede-nen Selten, bald als Natur, bald alsKunstwerk sich betrachten lassen, und man»chcrleo Anwendungen und Gebrauch ge-statten) handeln noch: Aristoteles, in einem

O 2 eigenen