552 V. Abschn. Mineral. Sauren u. ihre Verbind.
Borazsanre Neutralsalze.
h. 897.
Mit dem feuerbeständigen Alkali des Gewachstesches macht die Boraxsäure eine andere Art von künstlichemBorax aus, der in ansehnlichen vierseitig säulenförmigenC ystallcn anschießt, einen laugenartigen Geschmack be-sitzt, an der Luft bestandig ist, im Feuer, wie der gewöhn-liche Borax, erst schäumt, und dann ruhig zu einer Artvon Glas fließt. Man kann ihn boraxfaurcs Gc?vvncidsaibnll (.Lotgssmum boracicum, -ckcMi vo^tsdilsboraxatunw tartarus boraxatus, Loras polaüao, Lo.
cte nennen.
898»
Mit dem Mineralalkali erzeugt die Boraxsaure wie-der den gemeinen Borax, oder einen rvuedexyerZeflel!»ten Äornx (Lorax ro^norsta), wenn man das Alkalinicht ganz mit der Säure sattiger. Das vollkommennentralisirte boraxjaure Mmeralalfalt (Matrum borZ.«icum L boraxatum, Loras toüae, als
ist schon vorher (§. 892.) erwähnt. Es ist noch nichtausgemacht, ob die Boraxsaure mit dem Gewachsalkalinäher verwandt sey, als mit dem mineralischen; die Ana-logie mit andern Säuren sollte es vcrmurhen lassen.
H. 8yy.
Mit dem Ammoniak liefert die Boraxsäure einNeutralsalz, den 2)oraxjalmlaf oder das LoraxstmreAmmsnlnb (^mmonlacum boracicum s doraxatum,sic-ali volarila boraxatum, borax gmmonlacaüs, Lo-ras ammoniaci, Lsnsre das in kleinenpolyedrischen Crnstolbn anschießt, wovon nachMann acht Flächen fast rhomboidalisch, und eine unre-gelmäßig gebildet ist. Es läßt sich durchs Abkühlen cry-stallifiren, har einen scharfen und urinöken Gcrnch, undfärbt den Vioiensyrup grün. Dte Crystalle sind an der
Lust