5is V. Abschn. Mineral. Sauren u. ihre Verbind.
erde nicht hinreichend; und eben so wenig die mit Talk»erde, Thoncrde, und Gcbwererde.
Theorie der dephlogisiisirten Salzsaure.
H. 8Z8.
Nach dem antiphlogistischen System unterscheidetsich die oxygenisirre Salzsaure von der gemeinen nur durchein größeres Verhältnis, von Oxygenc oder Basis der Le-benslust gegen die säncrbare Grundlage. Die säucrbareGrundlage der Salzsaure ist nemlich, wie die säuerbareGrundlage der Schwefelsäure, oder wie der Schwefel,verschiedener Grade von Orygenirung fähig, und gicbt soverschiedene Provucte. Aber ein Ueberschuß des Oxy-gens bringt darin eine ganz andere Wirkung zuwege,als er beym Schwefel thut. Der letztere wird dadurchfeuerbeständiger und erlangt mehr Verwandtschaft zumWasser; die säucrbare Grundlage der Salzsäure hinge-gen wird dadurch flüchtiger, minder mischbar mit demWasser, ja sogar minder sauer. Wenn also gemeineSalzsäure über Braunstein abgezogen wird, so entreißtsie ihm Oxygen, wird dadurch flüchtig, und geht in derHitze als elastische Flüssigkeit über. Dieser Dunst bestehtdemnach aus Wärmestoff, (Lichtsioff,) Oxygen, und säu-crbarer Grundlage der Salzsäure; und aus diesen Bc-standtheilcn erklärt man die Phänomene, welche der-selbe zeigt. Viele verbrennliche Körper entziehen nemlichbey einem gewissen Grade der Temperatur der oxygcnisir-ten Salzsäure einen Antheil ihrer Lebensluftbasis und ver-wandeln sie in gemeine Salzsäure; sie verliert folglich ih-ren elastischen Znstand, und ihr Wärmestoff, so wieder stillschweigend barin angenommene Lichtstoff, wirdfrey, und bildet Feuer (§. 821.). Beym Ausstellen dcSmit dieser Säure augeschwanaerten Wassers an dieSon-Renstrablen verbindet sich der Wärme- und Lichtstoff mit
einen!