lensaure GaS. Kaltes Wasser nimmt mehr davon auf,als heißes. Man kaim daher den Dunst nicht durchWasser sperren, und bis jetzt kenne ich keine Flüssigkeit,womit dies geschehen könnte. Denn das Quecksilber wird,wie alle Metalle, sogleich davon aufgelöst. Glaser miteingeriebenen Stöpseln dienen deswegen am besten zu ih-rer Aufbewahrung. Das Wasser, das mit dem Dunstder dephlogistisirten Salzsäure angeschwängert, und ge-sattigt worden ist, hat eben den Geruch und eben dieKraft auf Pflanzenfarben, als der Dunst selbst, undeben die auflösenden Kräfte. Man könnte dies Wasserliquide dephloglstlftrce Galzstiure im Gegensatze derelastlU>m oder der dunsiförmigcu nennen.
828.
Wenn man das mit dem Dunst der dephlogistisirtenSalzsäure angeschwängerte Wasser in einer weißen glä-sernen Retorte, die mit dem pneumatischen Apparat ver-bunden ist, den Sonnenstrahlen aussetzt, so entwickeltsich eine ziemliche Menge der reinsten Lebenslust, und dieübrige Flüssigkeit wird gemeine Salzsäure. Bloße Wär-me allein, ohne Licht, entwickelt sie nicht.
§. 829.
Das Stickgas, das kohlensaure Gas, und das brenn-bare Gas erleiden von dem Dunste der dephlogistisirtenSalzsäure, womit man sie zusammenmischt, keine Verän-derungen. Ein Gemisch aus brennbarem Gas und demDunste der elastischen dephlogistisirten Salzsaure läßt sichaber entzünden, und verbrennt mit einigem Schlage.Es bilden sich weiße Nebel, die sich rheils zu gemeinerSalzsäure, theils zu Wasser verdichten, und die beidenvorigen elastischen Flüssigkeiten werden zerstört.
§. 8zo.
Wenn man ein Glas, worin Ammoniakgas ent-halten ist, öffnet, und ein anderes, das den Dunst der
dcphlo-