512 V. Abschü. Mmeral. Sauren u. ihre Verbind.
Menge darin ist, je concentrirtcr die zur Bereitung an-gewendete Salzsaure war.
Rarsien phpfik. chcin. 2lbl,anvl. H,. II S. 151. ff. Ueberdie Ursach der festen Gestalt, worin zuweilen das dcphlogistj-sche saizsaure Gas erscheint; von Herrn Udcsirnnid; inLrells chein. 2lnn. 1790. B. II. S. 45. ff.
§. 82z.
Der Geruch der elastischen dephlogistisirten Salz-saure ist ungemein, stechend und stark, und hangt sichziemlich fest an die Körper an. Sie röthct nicht nur erstblaue Pflanzensafte, sondern zerstört ihre Farbe und allePflanzenfarven überhaupt. Bringt man etwas Lackmus-tinctur in ein Glas, worin der Dunst der dephlogistisir-ten Salzsaure enthalten ist, so verschwindet die Farbein kurzer Zeit ganz. Alle bunte Blumen und grüne Blat-ter werden darin endlich weiß. Die verlorne Farbe derPflanzen laßt sich durch kein Alkali wieder herstellen.
Auf diese die Farben zerstörende Kraft der dephlogistisirten Sah-säure gründet sich ihre Anwendung zum Kleichen, wovon inder Folge erst gehandelt werden kann.
H. 824.
In dem Dunste der dephlogistirten Salzsaure ver-löscht eine brennende Wachskerze nach Fonrcroy nicht,sondern brennt darin fort, obgleich mit verminderter unddunkelcrer Flamme. Er ist also fähig, das Verbrennenzu unterhalten. Phosphorus, ja einige, sogar schwerverbrennliche, Körper, wie z. B. Kohle, Zinnober, Mi-neralkermes, graues Spiesglanzerz, Spiesglanzmecall,Arsenikmetall, Wismuth, Zink u. a. entzünden sichnach Herrn Wcstrumb darin von selbst, wenn manden Dunst vorher bis oder 70^ Fahrenheits er-wärmt hat, nicht zu wenig davon anwendet, und jeneSubstanzen gcvulvert hineinschüttet. Die dephlogisri-
sirte