Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
274
Einzelbild herunterladen
 

274 V.Abschn. Mineral. Sauren u. ihre Verbind.

Saure, die wir durch den Namen der Kohlensäure(^Vciclum cgebnlNLum, unterscheiden, die aber sonstauch gewöhnlich l!.ufcstäure (^ciüum -ickoum), ^)astsdes lufrsäucen Gas, genannt wird.

§. 408.

Diese Kohlensaure macht einen Bestandtheil nichtnur aller organischen Substanzen, sondern auch mehre-rer Fossilien aus, wie besonders der sogenannten rohe»Kalkerden. Das Aufbrausen ^H. Z55.), das bei, de».Aufgießen einer Saure auf Kreide, Kalkstein, Marmor,Kalksparh, entsteht, rührt von der schn.llen Entwick-lung dieser Kohlensaure in gasförmiger Gestalt her, wiedaraus erhellet, daß man durchs Brennen dieser Kalker-den in Verbindung mit dem pneumatischen Apparat koh-lensaures Gas daraus erhalten kann (§. Z56.), und diegebrannte Kalkcrde nicht mehr mir Sauren braust. Wirkönnen diese Kohlensaure nicht anders als im gasförmi-gen Zustande darstellen.

§. 409.

Man bedient sich der Auslösung der rohen Kalkcrdein flüssigen Sauren am gewöhnlichsten, um sich das koh-lensaure Gas zu verschaffen, das sich, auf diese Art gewon-nen, von dem durchs Verbrennen der Kohle in Lebens-lust (ch. 26z.) und durchs Brennen der rohen Kalkcrde(§. Z56.) erhaltenen, durch nichts unterscheidet. Manschütte zu dein Ende eine Quantität einer flüssigen Sau-re, wie verdünnte Schwefelsäure, in die Entbindunas-flasche (H. 162.), bringe die Mündung ihrer Seiten-röhre unter den Trichter der Wanne des pneumatischenApparats, schütte gepulverte Kreide so in die Flasche,daß nichts davon in der Mündung hängen bleibe und dasZuschließen verhindern könne; man verstopfe die Flaschegehörig, und lasse erst durch das erste Aufbrausen die in

der