198 III.Abschn. Von den Salzen im Allgemeinen
zum Wasser, daß sie niemals für sich in einem trockenenZustande dargestellt werden können. Einige im Wassersehr auflösbare Salze können zwar trocken dargestelltwerden, sie ziehen aber bald die Feuchtigkeiten der Luftwegen ihrer starken Verwandtschaft zum Wasser an sich,und werden davon aufgelöst, oder zerfließen an der luft(§. 76.).
H. 291.
Die festen Salze scheiden sich aus ihrer Auflösungim Wasser bcy der Verminderung dieses ihres Auflösungs-mittcls durchs Abdampfen, wenn die Arbeit gehörig ver-richtet wird, in mannigfaltigen bestimmten Formen ab,und bilden Körperarten, von bestimmten Umrissen, dieman Galzerystalle (crystickli, XX, I) nennt. DieArbeit, um durcks Abdampfen die Salze in den, ihnencigcnthümlichen, Gestalten zu erhalten, heißt das (Lr^stalllsircn (crylkaMlinio). Die Gestalten, unter wel-chen die Salze beym Crystallisircn anschießen, benenntman gewöhnlich nach geometrischen Körpern.
H. 292.
Da sich viele Salze in weit größerer Menge inheißem Wasser auflösen lassen, als im kalten; bey andernaber derSattigungSpunct des heißen Wassers nicht merk-lich von dem des kalten Wassers verschieden ist, so hatman auch ein doppeltes Verfahren, um das Crystallisirenzu veranstalten, nemlich das Abkühlen und das Abrausche» der Salzauflösungen.
§. 29z.
Das Abkühlen ist bey der Crystallisirung solcherSalze nothwendig, welche vom kalten Wasser in nicht sogroßer Menge aufgelöst werden, als vom heißen. Hatman also eine gesättigte Auflösung eines solchen Salzesin heißem Wasser, so scheiden sich beym Erkalten die
Salz-